04. März 2013, 11:35 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In der 3D-Fassung zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag, 10. März, um 12:45 Uhr sowie am Montag, 11. März, um 18 und 20:30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) „Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger“ – bei einem erhöhten Eintritt von 7 Euro.
In der Monatsreihe „Handicaps“ läuft am Dienstag, 12. März, um 18 und 20:30 ebenfalls in der Schauburg „The Sessions – Wenn Worte berühren“. In der gleichen Reihe wird am Mittwoch, 13. März, um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf „Die Kunst, sich die Schuhe zu binden“ gezeigt.
Ang Lees (BROKEBACK MOUNTAIN) absolut brillante Verfilmung „Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger“ des Romans von Yann Martel begeistert als ein packendes, facettenreiches Kinoabenteuer voller atemberaubender 3D-Bilder, das unaufdringlich um die Themen Freundschaft, Liebe, Glaube, Hoffnung und Schicksal kreist. „Ein unvergessliches Filmerlebnis.“ (OUTNOW) Ausgezeichnet u. a. mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“; nominiert für elf „Oscars“ 2013, gab es schließlich die Trophäe für, „Beste Kamera“, „Beste Filmmusik“ und „Beste visuelle Effekte“. — Pi Patel, der Sohn eines indischen Zoodirektors, reist zusammen mit seiner Familie und dem gesamten Tierbestand per Frachtschiff nach Kanada. Dort sollen die Tiere verkauft werden, um den Patels eine neue Existenz zu sichern. Während der Überfahrt gerät das Schiff in einen schweren Sturm und versinkt. Wie durch ein Wunder kann sich Pi auf ein kleines Boot retten. Er muss feststellen, dass er nicht der einzige Überlebende der Katastrophe ist, denn an Bord lauert ein ausgewachsener bengalischer Tiger.
Regisseur Ben Lewin – als Kind selbst an Poliomyelitis erkrankt – schildert die wahre Geschichte von Mark O’Brien im Rahmen des gleichsam bewegenden wie sanft humorvollen und lebensbejahenden Films „The Session – Wenn Worte berühren“, der feinfühlig ein tabuisiertes Thema beleuchtet und von einem starken Ensemble getragen wird. Ausgezeichnet u. a. mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“ sowie beim Filmfestival in Sundance 2012 mit dem Publikumspreis; nominiert für einen „Oscar“ 2013 in der Kategorie „Beste Nebendarstellerin“ (Helen Hunt). — Der 38-jährige Journalist, Poet und gläubige Katholik Mark O’Brien (John Hawkes) steckt voller Leben – trotz widriger Umstände. Seit der frühen Erkrankung an Poliomyelitis ist er bewegungsunfähig und muss die meiste Zeit des Tages in einer „Eisernen Lunge“ verbringen. Er sehnt sich danach, endlich die Jungfräulichkeit zu verlieren. Mit dem Segen eines außergewöhnlichen Priesters (William H. Macy) engagiert er die Sexualtherapeutin Cheryl (Helen Hunt), eine wortgewandte und geduldige Frau, die Mark einfühlsam dabei hilft, seinen Körper zu entdecken und seine Sexualität zu finden.
Geschickt verdichtet die Regisseurin Lena Koppel in „Die Kunst, sich die Schuhe zu binden“ die reale Erfolgsgeschichte des schwedischen Behindertentheaters „Glada Hudik“ zu einer sensiblen, optimistisch gestimmten Tragikomödie um Eigenverantwortung und Solidarität, die zwischen witzigen und ernsten Momenten immer den richtigen Ton trifft. Offizieller Beitrag zum Filmfestival „überall dabei“ (2012) der „Aktion Mensch“. — Gerade erst hat der sympathische, aber völlig unzuverlässige Alex seine Stelle als Theaterschauspieler verloren, da wird er auch noch von Freundin Lisa wegen mangelndem Verantwortungsbewusstsein vor die Tür gesetzt. Das Arbeitsamt unterbreitet ihm genau ein einziges Jobangebot: Betreuer in einem provinziell gelegenen Heim für geistig behinderte Menschen. Alex willigt ein und leistet sich vor Ort sofort wieder einige Fehltritte. Doch die Schützlinge mögen ihn, weil er den straff durchorganisierten Alltag endlich auflockert. Dann entdeckt Alex das musikalische Talent der Gruppe und will sie bei einer TV-Talentshow anmelden – eine kühne Idee, die bei den Behinderten auf Begeisterung und bei deren Eltern auf massiven Widerstand stößt.