05. März 2013, 10:16 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die Ausstellung „Vergewaltigung als Kriegswaffe“ (bis 22. März) im Kulturraum „die flora“ (Florastraße 26) zeigt die weitreichenden Auswirkungen dieser Gewalt auf den Lebensalltag der Frauen in der DR Kongo. Der begleitend zur Ausstellung am Donnerstag, 7. März, um 19:30 Uhr in der flora gezeigte Dokumentarfilm „Carte Blanche“ von Heidi Specogna führt auf beeindruckende Weise die großen Schwierigkeiten bei der strafrechtlichen Verfolgung dieser nicht nur den afrikanischen Kontinent betreffenden Vergewaltigungen durch den Internationalen Gerichtshof vor Augen.
Sie tragen keine Uniform, keine Waffen und haben keine Bodyguards. Aber ihre Missionen führen sie an die gefährlichsten Orte der Welt. Als Ermittler des Internationalen Strafgerichtshofs sammeln sie in mühsamer Kleinarbeit Beweise für die schwersten Verbrechen, die „Menschen“ Menschen antun: Verübt in Darfur, Uganda, der Demokratischen Republik Kongo. Und in der Zentralafrikanischen Republik, die Ende 2002 von einer Gewaltwelle überzogen wurde. Die Rebellen aus dem Nachbarland Kongo hatten von ihrem Befehlshaber Jean-Pierre Bemba eine „carte blanche“ bekommen–- einen Freibrief zum Plündern, Töten und Vergewaltigen!
Der Film begleitet die Ermittler des ersten permanenten Weltgerichts in das Land im Herzen Afrikas. Die Filmaufnahmen sind keine Selbstverständlichkeit, denn es gibt ein laufendes Gerichtsverfahren und sensible Ermittlungsarbeiten zu berücksichtigen. „Carte Blanche” ist ein Zeugnis über filmisches Arbeiten im Grenzbereich des Dokumentarischen.
Der Eintritt zu dieser Filmvorführung, die der Kulturraum gemeinsam mit der Gleichstellungsstelle und der Aktion Weitblick anbietet, beträgt 3,50 €, ermäßigt 3,00 €. Infos unter 0209 169-9105 und www.die-flora-gelsenkirchen.de.
Redaktionelle Anmerkung: Fotodatei Sichern von Beweismitteln für den Internationalen Gerichtshof (carte_blanche_01 © Specogna.jpg) liegt bei