08. März 2013, 11:21 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In der wissenschaftlichen Vortragsreihe „Renaissance und mehr …“ geht es am Dienstag, 12. März, um 19 Uhr im Kaminzimmer von Schloss Horst (Turfstraße 21) um „Die Angst der Monarchen – Schlossbau und Revolution in Mitteleuropa 1815 – 1866. Der Vortrag von Dr. phil. Christian Ottersbach wird diesen bisher wenig beachteten Aspekt historistischen Schlossbaus in der Epoche von Revolution und Romantik beleuchten. Der Eintritt ist frei.
Die Französische Revolution von 1789 und die Revolution der Jahre 1848/49 erschütterten Adelswelt und Monarchien Europas. Die Angst vor den Revolutionären war groß und die alten Eliten versuchten nach Möglichkeit, jedem revolutionären Aufruhr mit polizeistaatlichen Maßnahmen zu begegnen. Die Revolutionsangst der alten Eliten schlug sich auch baulich nieder. Zwischen 1815 und 1866 entstanden im Deutschen Bund die letzten Vertreter eines traditionsreichen, aus der mittelalterlichen Burg hervorgegangenen Bautyps: feste Schlösser, die mit Fortifikationen gegen Angriffe von Freischaren befestigt wurden. Neben einsam gelegenen Sommersitzen wie Lichtenstein auf der Schwäbischen Alb wurden sogar Residenzschlösser wie das in Schwerin militärisch durch entsprechende Baumaßnahmen gesichert. Dabei spielten die Befestigungen auch eine wichtige Rolle als Statussymbole der jeweiligen Bauherren in ihrer Eigenschaft als militärische Oberbefehlshaber ihres Landes.