12. März 2013, 10:46 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Am Samstag wird wieder „GEputzt“! Dass die Vorfreude auf den 16. März bereits bei vielen Gruppen groß ist, zeigt nicht nur das Beispiel des Jugendtreffs der Amigonianer. Hier werden 50 Kinder, Jugendliche und weitere Helfer erwartet, die zwischen 10 und 14 Uhr im Rahmen der gemeinsam von Gelsendienste, der Stadtmarketing Gesellschaft Gelsenkirchen mbH und der Stadt Gelsenkirchen initiierten Aktion den Stadtteil Feldmark rund um den Stallbergshof aufräumen wollen. Ob es nicht vielleicht sogar mehr fleißige Hände werden, lässt Michael Niehaus, Leiter des Jugendtreffs, offen: „Die Kinder klingeln oft noch ihre Freunde aus dem Bett, die dann spontan mitmachen.“
Ohnehin nehmen von Jahr zu Jahr mehr Kinder teil. „Das ist bei uns schon Tradition. Eine ganze Reihe unserer Besucher macht jedes Jahr mit“, sagt Niehaus. Auf den vielen Erinnerungsfotos, die der Sozialarbeiter über die Jahre gesammelt hat, kann der Betrachter viele der Jugendlichen heranwachsen sehen. Schließlich nimmt der Jugendtreff bereits seit 2001 an der Aktion teil. „Es ist immer wieder spannend, was man so aus den Ecken holt“, erzählt Niehaus. Kaputte Couchgarnituren, alte Zigarettenautomaten, demolierte Einkaufswagen oder zerzauste Teppiche – es ist für jeden „Geschmack“ etwas dabei. Und der Spaß kommt schließlich auch nicht zu kurz: Die kleinen Besucher finden es „cool“, beim Müllsammeln durch die Büsche zu ziehen. Die etwas größeren Teilnehmer können bei sperrigen „Fundstücken“ auch mal die Muskeln spielen lassen und die älteren Jugendlichen übernehmen Verantwortung, indem sie eigene Gruppen anführen. „Außerdem finden es die Kinder super, die Sachen in den Müllwagen zu schmeißen – in den ‚Knacker’, wie sie sagen. Der Jüngste darf dann immer zur Belohnung den Knopf für die Presse drücken“, sagt Niehaus. Ohnehin lassen sich die Mitarbeiter des Jugendtreffs immer ein kleines Dankeschön für alle Helfer einfallen. Im letzten Jahr gab es Pizza für die fleißigen Müllsammler. Anschließend ging es mit den älteren Teilnehmern ins Schwimmbad, die jüngeren durften einen Film im Jugendtreff schauen.
Dass es in den Straßen und Grünflächen rund um den Jugendtreff am Ende wieder schön sauber ist, ist jedoch nur ein netter Nebeneffekt. Denn für Michael Niehaus steht bei der Aktion das gemeinschaftliche Tun im Vordergrund. Die Kinder und Jugendlichen haben ein gemeinschaftliches Projekt und ein gemeinsames Ziel. Wichtig ist für den Sozialarbeiter, dass die Kinder die Augen für ihre Umwelt öffnen und mit Begeisterung dabei sind. „Die Aktion gibt den Kindern die Gelegenheit zu sehen, dass sie richtig was geschafft haben“, so Niehaus und fügt an: „Die Kinder sind stolz drauf, wenn alles sauber ist.“ Zudem ist der alljährliche Frühjahrsputz für viele gleichzeitig der Auftakt der Freiluftsaison. Und schließlich machen toben und spielen auf sauberen Wiesen und in entrümpelten Büschen einfach mehr Spaß.
Zusätzliche Informationen:
Der Jugendtreff
Der Jugendtreff der Amigonianer existiert seit 1989 in der Feldmark. An guten Tagen besuchen 120 Kinder und Jugendliche die Einrichtung. Der Orden der Amigonianer hat sich die stadtteilorientierte Kinder-, Jugend- und Familienarbeit zur Aufgabe gemacht. Dort können Kinder und Jugendliche ihre Freizeit verbringen, persönliche Ansprechpartner und Spielgefährten treffen, Hilfe bei den Hausaufgaben finden, Förderunterricht erhalten, an Gruppenstunden oder an besonderen Freizeitangeboten wie basteln, kochen, Turnieren, Ferienfreizeiten sowie Fahrten teilnehmen. Die Mitarbeiter des Jugendtreffs sind darüber hinaus Ansprechpartner in Krisensituationen, z.B. bei Schulproblemen, Familienkonflikten, Erziehungsschwierigkeiten oder Drogenkonsum. Sie vermitteln dann weitergehende Hilfen in Kooperation mit der Caritas, dem Jugendamt, der Jugendberufshilfe „Der Förderkorb“, den verschiedenen Schulen oder den Pfarrgemeinden. Weitere Informationen unter www.amigonianer.org.
Anmeldezahlen „GEputzt“
Bei Anmeldeschluss lagen Gelsendienste 123 Anmeldungen von Gemeinden, Schulen, Kindergärten, Vereinen, Insitutionen, Parteien und Privatleuten vor. Insgesamt haben sich 2649 Teilnehmer für die „GEputzt“-Aktion angekündigt.
Foto-Hinweis für Redaktionen
Die drei Fotos im Anhang zeigen die Besucher des Jugendtreffs der Amigonianer bei der „GEputzt“-Aktion im letzten Jahr, zudem ist ein Portraitfoto von Leiter Michael Niehaus angefügt.