15. März 2013, 09:28 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Am Donnerstag, 25. April 2013, wird Prof. Dr. Klaus-Michael Bogdal sein Buch „Europa erfindet die Zigeuner: eine Geschichte von Faszination und Verachtung“ im Kulturraum „die flora“ vorstellen. Für diese Publikation wurde der gebürtige Gelsenkirchener ganz aktuell mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2013 ausgezeichnet. Die Verleihung am 13. März fand anlässlich der Eröffnung der Leipziger Buchmesse statt. Die Laudatio auf den Preisträger hielt der Schriftsteller Feridun Zaimoglu.
Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird seit 1994 jährlich vergeben und zählt zu den wichtigsten Literaturpreisen Deutschlands. Die Auswahl traf eine international renommierte Jury.
Das Buch umfasst die Geschichte der Darstellung der „Zigeuner“ in der europäischen Literatur und Kunst vom Spätmittelalter bis heute – von Norwegen bis Spanien, von England bis Russland. Die Dokumente, die Klaus-Michael Bogdal heranzieht, reichen von den frühen Chroniken und Rechtsdokumenten über ethnographische Werke und künstlerische Darstellungen bis hin zu den Holocausterinnerungen von Sinti und Roma. Prof. Dr. Klaus-Michael Bogdal lehrt Germanistische Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld.
Zur Gelsenkirchener Veranstaltung laden der Kulturraum „die flora“, die Stabsstelle Integrationsbeauftragter und das Institut für Stadtgeschichte ein. Die Einladung an Prof. Dr. Michael Bogdal erfolgte auf Initiative von Manfred Fokkink von der Stabsstelle Integrationsbeauftragter der Stadt Gelsenkirchen im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zu Kultur und Lebenswege von Roma.
Informationen auf www.die-flora-gelsenkirchen.de.