16. April 2013, 12:04 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen zeigt am Sonntag, 21. April, um 12:45 Uhr sowie am Montag, 22. April, um 18:00 und 20:30 Uhr die immer wieder nachgefragte Filmsatire „Das Wunder des Malachias“, die 1961 in Gelsenkirchen gedreht wurde und von der heute nur noch eine Kopie vorhanden ist. Am Dienstag, 23, April, steht um 18 und 20:30 Uhr der französische Spielfilm „In ihrem Haus“ von François Ozon auf dem Programm.
Beide Filme werden im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) gezeigt. Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Bernhard Wickis prominent besetzte, turbulente Gesellschaftssatire „Das Wunder des Malachias„ wirft einen entlarvenden Blick auf die Auswüchse des deutschen Wirtschaftswunders und die Sensationsgier der Medien. — Pater Malachias‘ inniges Gebet, die anrüchige Eden-Bar möge endlich aus der Nachbarschaft seiner katholischen Kirche verschwinden, findet Gehör: Urplötzlich steht das Etablissement samt Gästen und Personal auf einer einsamen Nordseeinsel. Während sich am Schauplatz des unglaublichen Ereignisses schon bald hemmungslose Geschäftemacher tummeln, wird die gestrandete Bar kurzerhand zum feudalen Jet-Set-Club umfunktioniert. Pater Malachias wünscht indessen, das Wunder wäre nie geschehen.
Einmal mehr spielt der französische Regisseur François Ozon (SWIMMING POOL; 8 FRAUEN) mit „In ihrem Haus“ virtuos auf der Klaviatur des Genrekinos und lässt eine raffinierte Mischung aus Satire und Psychothriller entstehen, die zwischen Wirklichkeit und Imagination genussvoll gängige Erzählmuster auf den Kopf stellt. Ausgezeichnet u. a. mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“. — Der frustrierte Französischlehrer Germain (Fabrice Luchini) erteilt seiner Klasse die Aufgabe, ein Essay über das vergangene Wochenende zu verfassen. Wie immer sind die Ergebnisse äußerst ernüchternd – bis auf die brillante Arbeit des introvertierten Claude (Ernst Umhauer), der sarkastisch darüber berichtet, wie er das Vertrauen eines Mitschülers gewinnt, um dessen Familienleben zu studieren. Am Ende stehen die Worte „Fortsetzung folgt“. Germain ermuntert Claude zum Weiterschreiben und löst damit eine Kette von unkontrollierbaren Ereignissen aus.