08. Dezember 2022, 14:06 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Rauchende Schlote hüllten das Revier in Nebel: Mit einem gut viereinhalb minütigen Beitrag haben die RTL West Nachrichten in dieser Woche an die so genannte „Smogkrise“ erinnert, die sich 2022 zum 60. Mal jährt und vor allem im Ruhrgebiet für katastrophale Zustände und viele Todesfälle sorgte. Die historischen Aufnahmen, die für den Beitrag verwendet wurden, stellte das Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen (ISG) bereit.
In der ersten Dezemberwoche 1962 sorgte das unglückliche Zusammentreffen von Luftverschmutzung und einer Inversionswetterlage für einen toxischen Luftcocktail: Bei einer solchen – für Herbst- und Winterwetter typischen - Inversion liegt eine wärmere Luftschicht über einer kühleren und verhindert so einen Luftaustausch. Die unteren Luftschichten bleiben wie unter einer Dunstglocke eingeschlossen. Aus einer Melange von Abgasen, Ruß und Staub bildete sich der so genannte Smog, die Bezeichnung setzt sich aus den englischen Begriffen Smoke für Rauch und Fog für Nebel zusammen.
Eine Folge der Wirtschaftswunderjahre
Besonders das Ruhrgebiet, in den damaligen Wirtschaftswunderjahren die Heimat von Industriestandorten, Stahlwerken und Kokereien, die ihre Emissionen seinerzeit noch ungefiltert in die Luft bliesen, war von der „Smogkrise“ betroffen. Zahlreiche Menschen klagten plötzlich über Herzbeschwerden, Lungen- und Atemprobleme. Mehr als 150 Menschen, zumeist Babys und Senioren, starben seinerzeit im Dezember 1962 an den Smog-Folgen im Ruhrgebiet.
Historische Aufnahmen aus den 1960er Jahren, die im ISG-Archiv zu finden sind, verdeutlichen, wie hoch die Schadstoffbelastung seinerzeit auch in Gelsenkirchen gewesen sein muss. Der RTL-Beitrag zum Thema ist über die Internetseite https://www.rtl.de/cms/60-jahrestag-smog-im-pott-5019953.html zu finden.