03. Mai 2013, 11:10 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In diesem Jahr jährt sich zum 80. Mal die sogenannte „Machtübergabe“ an die Nationalsozialisten und die darauffolgende schrittweise Auflösung der ersten deutschen Demokratie. Die Gleichschaltung der Verwaltung, die Zerschlagung der Gewerkschaften, die Ausgrenzung, Verfolgung und die Inhaftierung anders denkender Menschen aus Politik, Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und anderen Organisationen lassen sich auch in Gelsenkirchen nachvollziehen.
In diesem Zusammenhang zeigt die Ausstellung „Spuren der Verfolgung im Dritten Reich“ vom 7. Mai bis 6. Juni 2013 im oberen Foyer der Volkshochschule 13 verfolgte Gewerkschafter, Politiker und Geistliche – zwölf Männer, eine Frau. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenfrei.
Zur Ausstellungseröffnung sind die Vertreterinnen und Vertreter der Medien herzlich eingeladen am:
Montag, 6. Mai 2013, in der Volkshochschule, Ebertstraße 19, 45879 Gelsenkirchen, um 18 Uhr im oberen Foyer.
Um Anmeldung wird unter Tel. 169-2549 oder 169-2536 gebeten. Für Rückfragen steht Brigitte Schneider unter Tel. 169-2549 zur Verfügung.
Bei der Auswahl der Personen wurde die breite Gewerkschaftsbewegung der Weimarer Republik berücksichtigt. Die meisten der vorgestellten Personen waren in einer der Richtungsgewerkschaften in hochrangiger Position aktiv und/oder waren ebenfalls parteipolitisch engagiert. Durch die schrittweise Gleichschaltung befanden sich die Gewerkschafter und Politiker dann in der Illegalität und wurden aufgrund ihres Engagements verfolgt.
Die Informationen über das Leben der vorgestellten Gewerkschafter stammen überwiegend aus den Akten der NS-Justiz. Mit den wenigen noch vorhandenen Quellen wurden von „Arbeit und Leben“ (öAG DGB/VHS) in Kooperation mit dem Institut für Stadtgeschichte und der Gesamtschule (GS) Horst die biografische Ausstellung und zwei GPS-gestützte-Bildungsrouten gestaltet.
Für die Stationen (Caches) der GPS-Bildungsrouten wurden die biografischen Daten der Opfer um zeitgenössische Zeitungsberichte und um weitere schriftliche Quellen ergänzt. Für Jugendliche gibt es eine Route durch den Nordsternpark. Sie wurde von Mitgliedern der Schülervertretung der GS Horst gestaltet. Die GPS-Bildungsroute für Erwachsene führt durch Gelsenkirchen und Buer an Orte, an denen vor 1933 Gewerkschaften, Parteien oder städtische Institutionen vertreten waren.