06. Mai 2013, 11:10 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die Gestaltung von Integration ist eine Schlüsselaufgabe von Gesellschaft und Politik. Ziel kann nur sein, die gegenseitigen Missverständnisse abzubauen, Ängste zu nehmen, also den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken und allen Menschen in Deutschland eine gleichberechtigte gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.
Das geht nur mit Geduld und vor allem viel freiwilligem Engagement. Denn gerade bürgerschaftliches Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund stärkt die gleichberechtigte Teilhabe von Zuwanderinnen und Zuwanderern und schafft Strukturen, die Eigeninitiative, Mitgestaltung und Beteiligung ebenso ermöglichen wie die Aneignung neuen Wissens, neuer Fertigkeiten und Kompetenzen.
Erstmals in NRW
Am Mittwoch, 15. Mai 2013, um 14:00 Uhr
im Internationalen Migrantenzentrum (IMZ)
Paulstr. 4 45889 Gelsenkirchen erhalten deshalb, erstmals in NRW, zweiundzwanzig Ehrenamtliche im Beisein von Staatssekretärin Zülfiye Kaykin vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS) in feierlichem Rahmen im Internationalen Migrantenzentrum die Ehrenamtskarte NRW - für ihr vielfältiges Engagement in Gelsenkirchen.
Das Altersspektrum bei den Ehrungen reicht von 17 bis zu fast 80 Jahren!
Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind zur Berichterstattung herzlich eingeladen.
Die Integrationsagentur der Arbeiterwohlfahrt UB Gelsenkirchen/Bottrop im IMZ hat als Koordinatorin eine wichtige Brückenfunktion. In den vergangenen Jahren hat sie, in enger Zusammenarbeit mit der Ehrenamtsagentur Gelsenkirchen e.V., zahlreiche Migrantinnen und Migranten für gesellschaftliches Engagement gewinnen können.
Jeder bringt sich nach seinen Vorlieben und Möglichkeiten ein.
Mit der Ehrenamtskarte NRW drücken das Land und die Stadt Gelsenkirchen ihre Wertschätzung gegenüber den Menschen aus, die sich in überdurchschnittlichem zeitlichem Umfang und unentgeltlich ehrenamtlich für das Gemeinwohl engagieren.
Miteinander in 12 Sprachen
Wie vielfältig das Miteinander der Kulturen ist, zeigen auch die Sprachen: Die zahlreichen Menschen mit Migrationshintergrund, die sich in und mit der Integrationsagentur der AWO engagieren, sprechen zum Beispiel arabisch, albanisch, bosnisch, deutsch, englisch, kroatisch, kurdisch, polnisch, romanes, russisch, serbisch und türkisch.
Durch vielfältige Weiter-Qualifikationen wird die wichtige Funktion der Ehrenamtlichen als Schlüsselpersonen und Multiplikator/innen in ihren Gemeinden, Stadtteilen, Vereinen und Nachbarschaften berücksichtigt.
Wichtigster Grundsatz: Die Menschen sind Beteiligte, nicht Betroffene. Also: Mit ihnen, nicht nur für sie.
Weitere Informationen: Admir Bulic, Telefon 0209 / 7 02 89 10
Information zur Ehrenamtskarte:
Bürgerschaftliches Engagement verdient Anerkennung und Würdigung. Deshalb hat die nordrhein-westfälische Landesregierung zusammen mit Städten, Kreisen und Gemeinden des Landes eine landesweit gültige Ehrenamtskarte eingeführt. Die Ehrenamtskarte ist Ausdruck der Wertschätzung für den großen ehrenamtlichen Einsatz der Bürgerinnen und Bürgern und verbindet diese Würdigung mit einem praktischen Nutzen. Menschen, die sich in besonderem zeitlichem Umfang für das Gemeinwohl engagieren, können mit der Karte die Angebote öffentlicher, gemeinnütziger und privater Einrichtungen vergünstigt nutzen.
Am 23. März 2011 wurde im Schloss Horst der Vertrag zwischen der Stadt Gelsenkirchen und dem Land NRW über die Herausgabe der Ehrenamtskarte unterzeichnet. Die Karte kann jeder bei der Ehrenamtsagentur Gelsenkirchen e.V., Neumarkt 1 (im Sparkassenhaus), Tel: 0209 / 1693333 beantragen, der in den vergangenen zwei Jahren fünf Stunden in der Woche bzw. 250 Stunden im Jahr ehrenamtlich tätig gewesen ist.