13. Juni 2013, 10:52 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen setzt seine Monatsreihe „Filmjahr national“ fort. „Quellen des Lebens“ von Oskar Roehler stehen am Sonntag, 16. Juni, um 12 Uhr (!) sowie am Montag, 17. Juni, um 17 und 20:00 Uhr (!) auf dem Programm in der Schauburg. „Das Wochenende“ von Nina Grosse läuft am Dienstag, 18. Juni, um 18 und 20:30 Uhr in der Schauburg sowie am Mittwoch, 19. Juni, um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf.
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Ebenso mitreißend, bewegend wie humorvoll inszeniert Oskar Roehler mit „Quellen des Lebens“ ein prominent besetztes, drei Generationen umspannendes Familienporträt, an dem sich ausgesprochen bunt deutsche Geschichte spiegelt. Nominiert für drei „Deutsche Filmpreise“ 2013 in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Nebendarstellerin“ (Margarita Broich) und „Bestes Maskenbild“. — Kriegsheimkehrer Erich Freytag (Jürgen Vogel) wird mit einer Gartenzwergfabrik schon bald ein Teil des deutschen Wirtschaftswunders. Sohn Klaus (Moritz Bleibtreu) träumt während des gesellschaftlichen Umbruchs der 1960er-Jahre von einer Schriftstellerkarriere. Er verliebt sich in die literarisch hochtalentierte Gisela (Lavinia Wilson). Ihr gemeinsames Kind Robert (Leonard Scheicher) will nicht so recht in die Pläne der Eltern passen. Sie schicken den Jungen auf eine lange Odyssee durch die eigene Familie und die unterschiedlichsten Orte der Bundesrepublik.
Präzise und differenziert beleuchtet Regisseurin Nina Grosse in „Das Wochenende“, wie die Schatten des „Deutschen Herbstes“ bürgerliche Fassaden ins Wanken geraten lassen. Entstanden ist ein intensives, stark gespieltes Drama, das einerseits pointiert die 68er-Debatten auf den Punkt bringt, andererseits eine universelle Geschichte um folgenschwere Entscheidungen, Schuld und Vergebung erzählt. Nominiert für einen „Deutschen Filmpreis“ 2013 in der Kategorie „Bester Nebendarsteller“ (Robert Gwisdek). — Ex-RAF-Mitglied Jens Kessler (Sebastian Koch) wird nach 18 Jahren Haft überraschenderweise vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen. Schwester Tina (Barbara Auer) nimmt dies zum Anlass, alte Weggefährten und Freunde zu einem Willkommenswochenende in ihr Landhaus einzuladen. Für Inga (Katja Riemann), Jens’ ehemalige große Liebe und Mutter des gemeinsamen Sohnes Gregor (Robert Gwisdek), kollidieren bei dem Treffen Vergangenheit und Gegenwart. Aber nicht nur sie plagen widersprüchliche Gefühle und ungelöste Konflikte.