14. Juni 2013, 10:24 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Es ist fast vollbracht, auch wenn im Außenbereich noch der eine oder andere Handschlag getan werden muss. Aber im Grunde ist es jetzt soweit: Mit den aufwändig restaurierten Wirtschaftsgebäuden aus dem 19. Jahrhundert auf der Vorburg schließen wir nun die letzte Lücke im Gesamtensemble „Schloss Horst“. Und so können wir nun sagen: Ein markantes Bauwerk unserer Region erstrahlt in neuem Glanz!
Die restaurierte „Vorburg“ (eigentlich ist es ja im strengen Sinne keine Vorburg, sondern nur der Ort, wo früher die Vorburg gestanden hatte; aber da diese Bezeichnung auch etwas lang und umständlich wäre und sich der Begriff „Vorburg“ einfach eingebürgert hat bei jedem Horster und damit auch bei mir, sage ich einfach mal weiter „Vorburg“) – diese restaurierte „Vorburg“ also setzt den Schlusspunkt hinter umfangreiche und – ja - auch recht lange Sanierungsarbeiten. Nicht wenige von uns hätten sich gewünscht, dass das etwas schneller gegangen wäre. Eigentlich wollten wir das restaurierte Gebäude ja bereits im Kulturhauptstadtjahr präsentieren. Aber – mit einem solchen Projekt sind natürlich viele Unwägbarkeiten verbunden. Arbeiten an einem kunsthistorisch so bedeutsamen Bauwerk müssen behutsam durchgeführt werden. Und dabei sorgfältig vorzugehen, das ist dann letztlich doch wichtiger als ehrgeizige Zeitpläne…
Heute aber können wir uns davon überzeugen, dass sich das Warten gelohnt hat. Denn hier ist etwas architektonisch Besonderes entstanden. Die Vorburg verbindet Vergangenheit und Gegenwart in eindrucksvoller Weise. In den historischen Gemäuern, wo einst Ställe, Remisen und Werkstätten untergebracht waren, finden nun die Stadtteilbibliothek und das BÜRGERcenter eine neue Heimat. Auch das Archiv Gelsenkirchener Autoren, der literarische Schatz unserer Stadt, und eine historische Druckerwerkstatt erhalten hier ihren Platz. Und nicht zuletzt: Der Fürstenbergraum – der schöne Raum, in dem wir uns jetzt befinden – bietet uns einen zusätzlichen attraktiven Ort für städtische und kulturelle Veranstaltungen.
All das soll und wird unsere Stadt bereichern und in den Stadtteil hineinwirken. Die Vorburg ist von jetzt an ein Haus für Wissbegierige und kulturell Interessierte. Ein Haus für die Bürgerinnen und Bürger dieses Stadtteils, für ihre Fragen und Anliegen. Die neue Stadtteilbibliothek bietet – im Unterschied zu den früheren Räumen – nun reichlich Platz für alle, die nach Informationen suchen. Sie lädt zum Schmökern und Entdecken ein. Und wo lässt es sich leichter und schöner in die Abenteuer von Helden vergangener Zeiten eintauchen als im Schatten eines Renaissanceschlosses?
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
viele haben einen Anteil an diesem großen Werk – daran, dieses Gebäudeensemble nutzbar zu machen und noch weiter und noch fester in der die Mitte des Stadtteiles zu verankern. Deshalb sind hier einige Worte des Dankes angebracht. Nennen möchte ich insbesondere den Förderverein, der sich über Jahrzehnte für das Schloss stark gemacht hat. Seine Mitglieder haben immer mitgewirkt, wenn es darum ging, das Schloss mit Leben zu füllen. Ohne dieses Engagement wäre vieles nicht möglich gewesen. Nennen möchte ich auch die Familie von Fürstenberg, die der Stadt Gelsenkirchen im Jahr 1988 das Schloss samt umgebendem Parkgelände veräußerte. Seitdem haben Adolf von Fürstenberg und sein Sohn Maximilian die Forschungen zum Schloss und das Museum intensiv unterstützt. Sie haben die Bauakten über Jahrhunderte hinweg sorgsam bewahrt und bereitwillig zur Verfügung gestellt. Zu danken ist natürlich auch den Fördergebern, insbesondere dem Land, dem ehemaligen Städtebauminister: Es ist sicher ein Projekt, das seinen Preis hatte…
Ihnen und den anderen Unterstützern und Förderern möchte ich auch danken im Namen der Bürgerinnen und Bürger Gelsenkirchens. Denn ich bin mir sicher: Die Reaktivierung dieses Teils von Schloss Horst wird erneut einen positiven Impuls in den Stadtteil und darüber hinaus aussenden. Wir alle können heute stolz sein auf unser Schloss Horst – jetzt auch mit restaurierter Vorburg!
Glück auf!