19. Juni 2013, 11:29 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Diese Meldung ist vom 19. Juni 2013, 11:29 Uhr. Gegebenenfalls sind einzelne Inhalte oder der gesamte Artikel nicht mehr aktuell. Für aktuelle Meldungen der Stadt Gelsenkirchen klicken Sie bitte auf https://www.gelsenkirchen.de/aktuelles
GE. Den Dokumentarfilm „Süßes Gift - Hilfe als Geschäft“ von Peter Heller (Deutschland 2012, 89 Min, O. m. dt. UT, FSK: o. A.) zeigt der Kulturraum „die flora“ (Florastraße 26, GE-Altstadt) am Montag, 24. Juni, um 19:30 Uhr. Der Eintritt beträgt 3,50 Euro, ermäßigt (Schüler/innen, Student/innen, Auszubildende und Schwerbehinderte nach Vorlage des Ausweises) 3,00 Euro.
Der Film packt Tabus der immerwährend solidarischen Afrika-Szene an und beleuchtet das „Für und Wider“ finanzieller Entwicklungshilfe für den afrikanischen Kontinent. Anhand von drei Fallstudien aus Mali, Kenia und Tansania überprüft er die Wirkungen der Entwicklungshilfe aus Sicht der Afrikaner und fragt: Warum hat Afrika nach fünfzig Jahren und 450 Milliarden Euro Hilfsgeldern nicht den erwarteten Entwicklungsschub gemacht? Es wird verdeutlicht, dass Entwicklungshilfe nicht zwingend als Motor, sondern auch als Bremse für Wirtschaft und Entwicklung fungieren kann. Gemeinsam mit afrikanischen Intellektuellen und Praktikern zieht der Regisseur Peter Heller das ernüchternde Fazit, dass jahrzehntelange Hilfe nichts gebracht habe: Während die Entwicklungshilfe im Norden der Welt Zigtausende von Arbeitsplätzen sichert, verfallen die Nehmerländer in Lethargie.
Der Film blickt nicht nur in die Vergangenheit, sondern diskutiert auch neue Ansätze von Hilfe und Zusammenarbeit auf Augenhöhe.
Redaktioneller Hinweis: Ausschnitt aus dem Filmplakat (© W-film/Lichtfilm GmbH) anbei.