25. Juni 2013, 10:46 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Diese Meldung ist vom 25. Juni 2013, 10:46 Uhr. Gegebenenfalls sind einzelne Inhalte oder der gesamte Artikel nicht mehr aktuell. Für aktuelle Meldungen der Stadt Gelsenkirchen klicken Sie bitte auf https://www.gelsenkirchen.de/aktuelles
GE. Die Themenreihe „Filmjahr national“ des Kommunalen Kinos (KoKi) Gelsenkirchen endet mit zwei Filmen: Am Sonntag, 30.06., um 12:45 Uhr sowie am Montag, 1. Juli, um 18 und 20:30 Uhr läuft „Das Leben ist nichts für Feiglinge“ von André Erkau im Schauburg Filmpalast. Ebenfalls in der Schauburg wird am Dienstag, 2. Juli, um 18 und 20:30 Uhr „Oh Boy“ von Jan Ole Gerster gezeigt.
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
André Erkaus (ARSCHKALT; „Max-Ophüls-Preis“ 2008 für SELBSTGESPRÄCHE) Verfilmung „Das Leben ist nichts für Feiglinge“ des Romans von Gernot Gricksch verbindet geschickt berührende und komische Szenen zu einer herzerwärmenden, wohl ausbalancierten Tragikomödie, die ohne falsche Sentimentalität um das Thema Verlusterfahrung kreist. — Der tragische Unfalltod von Babette Färber hat Ehemann Markus (Wotan Wilke Möhring) und Tochter Kim (Helen Woigk) völlig aus der Bahn geworfen. Während Markus’ Versuche, wieder Normalität in den Alltag zu bringen, scheitern, weil er die Vergangenheit nicht loslassen kann, zieht sich die 15-jährige Kim mit ihren Schuldgefühlen zurück. Auch die fürsorgliche Großmutter Gerlinde (Christine Schorn), die einen schweren Schicksalsschlag verheimlicht, findet keinen echten Zugang mehr zu dem introvertierten Mädchen. Als Kim mit einem Schulabbrecher nach Dänemark durchbrennt, folgen Markus, Gerlinde und deren unkonventionelle Pflegerin dem Ausreißerpaar. Es beginnt eine emotionale Reise zu jenen Orten, an denen die Familie früher gemeinsam Urlaub gemacht hat.
Herrlich lakonischer Humor, pointierte Dialoge und atmosphärisch dichte Schwarzweißbilder sind die Eckpfeiler von Jan Ole Gersters famosem Spielfilmdebüt „Oh Boy“, das zwischen komischen und tragischen Episoden einen melancholischen Flaneur porträtiert und dabei einen unverstellten Blick auf die Stadt Berlin und ihre Bewohner wirft. Ausgezeichnet mit sechs „Deutschen Filmpreisen“ 2013, darunter in den Kategorien „Bester Film“ (Filmpreis in Gold), „Beste Regie“ und „Bester Hauptdarsteller“. — Seit Niko (Tom Schilling) vor zwei Jahren das Jurastudium an den Nagel gehängt hat, lässt er sich ziellos durchs Leben treiben. Unterstützung erhält er immer noch von seinem ahnungslosen Vater – bis dieser die Wahrheit herausfindet und dem Endzwanziger kurzerhand den Geldhahn zudreht. Das ist allerdings erst der Auftakt für 24 turbulente Sunden, in deren Verlauf Niko eigenwilligen Charakteren begegnet und absurde Situationen erlebt.