03. Juli 2013, 14:03 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die Schulkonferenz der Gerhart-Hauptmann-Realschule hat einstimmig die „auslaufende Auflösung“ der Schule zum Schuljahr 2014/2015 beschlossen. Der Beschluss steht unter dem Vorbehalt, dass am Standort eine Gesamtschule errichtet wird.
Schulleiter Andreas Lisson und Schuldezernent Dr. Manfred Beck hatten der Schulkonferenz das Verfahren erläutert und Nachfragen beantwortet. Es ist geplant, dass die Hauptschule Frankampstraße und die Gerhart-Hauptmann-Realschule ab dem Schuljahr 2014/2015 keine neuen Schülerinnen und Schüler mehr aufnehmen und in den Folgejahren auslaufen. Dabei wird garantiert, dass den Schülerinnen und Schülern der auslaufenden Schulen kein Nachteil entsteht.
Gleichzeitig soll die Gesamtschule mit zunächst vier Zügen ihren Betrieb im Gebäude der Gerhart-Hauptmann-Realschule aufnehmen und von Jahr zu Jahr wachsen.
Schuldezernent Manfred Beck: „Ich fand beeindruckend, dass sich sowohl Schüler- als auch Eltern- als auch Lehrervertreter/innen einhellig für die Weiterentwicklung der Schule und des Schulstandortes Erle ausgesprochen haben. Dieses Votum ist ein deutliches Signal an die Stadt Gelsenkirchen.“
Der Wunsch nach einer eigenen gymnasialen Oberstufe wurde noch einmal dadurch unterstrichen, dass Schulleiter Andreas Lisson kritisch befragt wurde, warum von der rechtlichen Möglichkeit nicht Gebrauch gemacht werden soll, die neue Schule nicht nur mit Klasse 5 sondern gleichzeitig mit Klasse 11starten zu lassen und damit Absolventinnen und Absolventen der Gerhart-Hauptmann Realschule mit Qualifikationsvermerk bereits 2014 den Einstieg in die Oberstufe an der eigenen Schule zu ermöglichen. Lisson benannte organisatorische und räumliche Probleme, die zwingend erforderlich machen würden, die neue Schule „von unten“ wachsen zu lassen.
Er betonte ferner, dass das Profil der Gerhart-Hauptmann-Realschule mit bilingualem Zweig und MINT-Schwerpunkt im Konzept der neuen Schule aufgegriffen werden und die Schule weiterhin als Stadtteilschule – durch die gymnasiale Oberstufe in gestärkter Form – fungieren soll.
Manfred Beck regte an, diese Kontinuität gegebenenfalls auch durch die Namensgebung Gerhart-Hauptmann-Schule für die neue Gesamtschule zu dokumentieren. Beck: „Mir ist auf dieser Schulkonferenz noch einmal deutlich geworden, dass hier zwar formal eine Neugründung und die Auflösung einer Schule passiert, in Wirklichkeit aber die gewollte Weiterentwicklung aus den beiden Schulen in Erle selbst geschieht. So viel Weitsicht und Engagement würde ich mir an allen Schulen Gelsenkirchens wünschen!“