25. August 2022, 08:34 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Meinungen und Einstellungen werden heute zunehmend online geprägt. Aber auch Hass und Hetze nehmen in den Kommentarspalten, auf Youtube, Instagram oder anderen Plattformen zu. Begleitet wird der Anstieg der Hasskommentare durch die Verbreitung von Fake News und Verschwörungsmythen, bis hin zu extremistischem Terror. Häufig zeigen diese Phänomene einen antisemitischen Zusammenhang auf.
Dabei sind Akteurinnen und Akteure der extremen Rechten oder auch religiöse Extremisten und Exstremistinnen im Internet sehr gut vernetzt und verbreiten dort ihre menschenfeindlichen, rassistischen sowie antisemitischen Weltbilder. Beispielsweise sind die antisemitischen Ausschreitungen vor der Gelsenkirchener Synagoge nun über ein Jahr her. Über einen Aufruf in den sozialen Medien wurde mobilisiert und die bestürzenden Bilder über diesen radikal enthemmten Antisemitismus gingen um die Welt. Insbesondere an Jugendliche richtet sich diese digitale Mobilisierung. Ein wenig durch das Internet surfen, schauen, lesen, liken, verbreiten und sich selbst neu positionieren - wohlmöglich sogar radikalisieren.
Radikalisierungsprozesse im Netz
Doch wie stellen sich Radikalisierungsprozesse im Netz überhaupt dar und welche Faktoren sowie digitale Räume sind dabei relevant? In welchem Verhältnis stehen hier die Themenfelder Fake News und Verschwörungsmythen? Was bedeutet Antisemitismus für Betroffene und als Herausforderung für die Präventionsarbeit? Und vor allem: Wie begegnen wir diesen Phänomenen?
Diese und andere Fragen sollen bei einer Fachtagung im Mittelpunkt stehen, zu der die Fachstelle „demokratie.bewegen“ der Stadt Gelsenkirchen am
Donnerstag, 15. September, von 9.30 bis 16 Uhr
in die Synagoge an der
Georgstraße 2 in 45879 Gelsenkirchen
einlädt. Der Fachtag soll die zentralen Elemente des modernen Antisemitismus und Rechtsextremismus in einer sich immer weiter digitalisierten Lebenswelt aufzeigen sowie konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Arbeit mit Jugendlichen bereitstellen.
Lehrkräfte und Schulsozialarbeiterinnen/Schulsozialarbeiter sowie interessierte Fachkräfte sind dazu herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine vorherige Anmeldung bis spätestens Sonntag, 4. September, ist erforderlich und kann über die Internetseite www.gelsenkirchen.de/demokratiebewegen erfolgen. Dort sind auch weitere Informationen zur Veranstaltung zu finden.