15. Juli 2013, 12:08 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In seiner Monatsreihe „Filmjahr international“ präsentiert das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag, 21. Juli 2013, um 12.45 Uhr sowie am Montag, 22. Juli 2013, um 18 und 20.30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) den dänischen Spielfilm „Die Jagd“. In der gleichen Reihe am gleichen Ort folgt am Dienstag, 23. Juli 2013, um 18 und 20.30 Uhr der US-amerikanische Film „Ginger & Rosa“.
Der Eintritt kostet 4 Euro für eine Vorstellung bzw. 36 Eure für die Zehner-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Anhand der Geschichte eines zu Unrecht des Kindesmissbrauchs beschuldigten Mannes analysiert Regisseur Thomas Vinterberg (DAS FEST) in „Die Jagd“ differenziert die restriktiven Abwehrmechanismen einer eng verwobenen Gemeinschaft und die Irrationalität im Umgang mit einem unbestätigten Verdachtsmoment. Ein kluges, packendes und stark gespieltes Drama über die zerstörerische Kraft der Paranoia. Ausgezeichnet unter anderem beim Filmfestival in Cannes 2012 mit dem Preis für den „Besten Hauptdarsteller“ (Mads Mikkelsen) und dem „Preis der ökumenischen Jury“.
Der sensible, introvertierte Ex-Lehrer Lucas (Mads Mikkelsen), der jetzt als Kindergärtner arbeitet, ist in seinem dänischen Heimatdorf äußerst beliebt. Nach dem notgedrungenen Jobwechsel und einer langwierigen Scheidung hofft er auf einen positiven Neuanfang. Die Chancen dafür stehen gut – bis er den allzu intimen Zuneigungsbeweis der 5-jährigen Tochter eines engen Freundes sanft ablehnt und das gekränkte Mädchen daraufhin behauptet, er habe sich vor ihr entblößt. Durch die Lüge wird ein fataler Prozess in Gang gesetzt, der schon bald die Züge einer Hetzjagd trägt.
Vor dem Hintergrund gravierender gesellschaftlicher Veränderungen und gefährlicher politischer Entwicklungen konstruiert Sally Potter (Orlando; In stürmischen Zeiten) in „Ginger & Rosa“ ein einfühlsames, nuanciertes Drama um Freundschaft und den Prozess des Erwachsenwerdens. Ausgezeichnet unter anderem. beim Filmfestival in Valladolid 2012 mit dem Preis für die „Beste Hauptdarstellerin“ (Elle Fanning) sowie mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“.