21. Juni 2022, 15:48 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Ob „Der Denker“ oder „Das Höllentor“ – viele Arbeiten des französischen Bildhauers Auguste Rodin (1840-1917) sind weltberühmt. Was das Besondere seiner Werke ist und warum er als Begründer der modernen Skulptur und Plastik gilt, erläutert ein entgeltfreier Online-Vortrag der Volkshochschule Gelsenkirchen am Dienstag, 28. Juni 2022 um 19 Uhr. Vor allem das Non-finito, das absichtlich Fragmentarische als künstlerisches Stilmittel, seine ausdrucksstarken Neuschöpfungen klassischer Skulpturenthemen sowie seine revolutionären Bronzearbeiten, die sich gegen Idealisierung und akademische Regeln der Zeit wandten, haben seinen Ruhm begründet. Jedoch waren diese wie auch viele andere Werke anfangs starker Kritik ausgesetzt und nicht akzeptiert.
Der Vortrag nähert sich diesen Neuerungen sowie der Person Rodins an und präsentiert dabei einige tiefgründige Beschreibungen von Rainer Maria Rilke, der in einer längeren Abhandlung Rodins Werk sprachlich zu fassen suchte, noch bevor er dann einige Jahre zu dessen Sekretär wurde. Spannend ist darüber hinaus Rodins Umgang mit den gerade etablierten Medien seiner Zeit wie Fotografie und Film, die er vor allem für die Vermarktung seines Werkes nutzte und die dadurch einen großen Teil zu seiner Berühmtheit beitrugen.
Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der vhs Böblingen-Sindelfingen angeboten. Technische Voraussetzungen sind ein internetfähiges Endgerät mit Lautsprechern oder Kopfhörern. Als digitales Konferenztool wird die Plattform „Edudip“ genutzt. Die Zugangsdaten werden nach Anmeldung auf www.vhs-gelsenkirchen.de mit der Anmeldebestätigung per Mail zugeschickt.