31. Mai 2022, 16:46 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Schwarz mit Bosheit, Unheil, Elend zu verbinden und Weiß als sein Gegenteil zu verklären, ist eine alte, aber undurchsichtige Prägung der mitteleuropäischen Kultur. Wie der Tanzabend „Swans“ des Musiktheaters im Revier dieser Konnotation auf den Grund geht, stellt die nächste Ausgabe von „MiR intensiv“, einer Kooperation mit der Volkshochschule Gelsenkirchen, am Dienstag, 7. Juni 2022 um 19 Uhr im Bildungszentrum vor. Der Fokus der Choreografien von Caroline Finn und Giuseppe Spota liegt auf der symbolträchtigen Figur des Schwans, der sowohl im Märchen „Das hässliche Entlein“ als auch im antiken Mythos von Zeus eine zentrale Rolle innehat.
Doch auch wenn die meisten Märchen von einer klaren Teilung zwischen Gut und Böse beherrscht werden, ist das Leben selten so eindeutig. Selbst in traditionellen Choreografien von „Schwanensee“ werden der weiße und der schwarze Schwan von derselben Tänzerin verkörpert. Zwei Seelen in einer Brust, zwei Seiten einer Medaille? Wie „Swans“ nach Schuld, Unschuld und komplexen Beziehungen in einer Welt voller Grautöne fragt, wird bei „MiR intensiv“ vorgestellt.
Die Teilnahme ist entgeltfrei, eine vorherige Anmeldung auf www.vhs-gelsenkirchen.de oder unter 0209 169-2508 (Kursnummer 221 2003) ist aber erforderlich.