06. August 2013, 10:59 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Zur Halbzeit – der dritten Runde von fünf Doppelkonzerten – stehen am Sonntag, 11. August, beim „Sommersound“ im Stadtgarten-Pavillon (Zeppelinstraße) in Gelsenkirchen „Mardi Gras.bb“ und „Kavpersaz“ auf dem Programm – umsonst und draußen.
Irgendwo zwischen Cajun, Voodoo Swamp Blues, Zydeco, funky R’n’B, Swing und afroamerikanischer Vorkriegsmusik mäandern „Mardi Gras.bb“ durch immer wunderbar sonnendurchleuchteten Auenlandschaften. Hypnotisch und mitreißend zugleich, hat sich die Band eine ganz eigene musikalische Stringenz erarbeitet, die – wie so oft – in musikalisch aufgeschlosseneren Nachbarländern für weit mehr Furore sorgt als in der deutschen Heimat. Was zunächst wie eine klassische New-Orleans-Brass-Band-Besetzung anmutet, wird durch die surrealen Geschichten und Songs von Sänger und Gitarrist Jochen „Doc“ Wenzel in „film noir“-Klischees entführt und mit den scratch loops und beats des osmanischen Turntable-Zauberers DJ Mahmut wieder stilsicher ins Diesseits verfrachtet. Auf der Bühne stehen: Jochen "Doc" Wenz (Gesang, Gitarre), Uli "Reverend" Krug (Sousaphon), Florian Schlechtriemen (Kleine Trommel, Percussion), Javier de la Poza "el tigre" (Große Trommel, Percussion), Mathias Demmer (Saxophon, Klarinette), Hans Martin Eberhardt (Baritonsaxophon), Chris Bishop (Trompete, Flügelhorn), Robert Solomon (Posaune) und Mahmut Altunay (DJ).
„Kavpersaz“, der Name dieser vierköpfigen Formation, setzt sich aus jeweils einer Silbe von markanten Instrumenten zusammen wie der Hirtenflöte Kaval und den Perkussionsinstrumenten wie der kurdischen Rahmentrommel Erbane, der Vasentrommel Darbuka und der anatolischen Davul sowie der Langhalslaute Saz. Bei Kavpersaz dient die Besetzung jedoch nicht der beiläufigen folkloristischen Unterhaltung, sondern sie nutzt das Potential der anatolischen Musiktraditionen. Nach jahrelanger Bühnenerfahrung in verschiedenen Bands schlossen sich die Musiker zu einem musikalischen Quartett zusammen, um ihre Erfahrungen in ein kunstvolles Ensemblespiel einzubringen. „Kavpersaz“ präsentiert traditionelle anatolische Musik in neuen Gewändern. Sieger im Bundeswettbewerb „creole - globale Musik aus Deutschland“ 2010/2011. Es spielen: Yasin Boyraz (Kaval und Erbane), Umut Yılmaz. (Baglama), Fethi Ak (Darbuka) und Barıs Boyraz (Gitarre, Davul).
Weitere Informationen zum „SommerSound 2013“ im Programmflyer, der beim Konzert und vielen öffentlichen Gebäuden ausliegt, sowie im Internet unter www.kultur.gelsenkirchen.de, Stichwort: Veranstaltungsreihen.