04. Mai 2022, 17:19 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Sprache kann ein Mittel von Macht und gleichzeitig eine effektive Waffe sein. Zwei vhs-Veranstaltungen im Rahmen der gesamtstädtischen Angebote rund um den 8. Mai greifen dieses Thema aus historischer und gegenwärtiger Perspektive auf. Ein Online-Vortrag der VHS Gelsenkirchen beleuchtet am Mittwoch, 11. Mai 2022 um 18.30 Uhr, wie die Nationalsozialisten es geschafft haben, mit Sprache und ihrer Lenkung die gesamte Bevölkerung zu durchdringen, diese zu kontrollieren und damit die Macht im Staat zu sichern. Der Vortrag hinterfragt auch, welche Mechanismen damals benutzt wurden und wie uns die Sprache jener Zeit heute noch beeinflusst.
Eine Woche später, am Mittwoch, 18. Mai 2022 zeigt dann ein Präsenz-Workshop von 18.30 bis 20.45 Uhr im Bildungszentrum ganz praktisch, wie man heute Hate Speech begegnen kann. Anhand aktueller Beispiele wird die Kontinuität von verrohter Sprache aufgezeigt, die u.a. bereits von den Nationalsozialisten genutzt wurde und an die zahlreiche Akteurinnen und Akteure der Gegenwart anknüpfen. Dargestellt werden die Mechanismen und sprachlichen Denkmuster, die den Boden für Ausgrenzung und im schlimmsten Fall Gewalt vorbereiten. Außerdem wird der Frage nachgegangen, wie dieser Verrohung der Sprache entgegenwirkt bzw. mit ihr umgegangen werden kann – auch und besonderes Augenmerk in sozialen Medien.
Beide Angebote sind entgeltfrei, eine vorherige Anmeldung auf www.vhs-gelsenkirchen.de ist aber erforderlich. Technische Voraussetzungen für die Online-Veranstaltung sind ein internetfähiges Endgerät mit Lautsprechern oder Kopfhörern. Als digitales Konferenztool wird die Plattform „Zoom“ genutzt. Die Zugangsdaten werden für angemeldete Teilnehmende rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn per Mail zugeschickt.