01. September 2013, 16:48 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Zwei Tage lang haben die Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener mit großer Begeisterung und viel Interesse das neue Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen besichtigt. Insgesamt kamen bis zum Sonntagabend fast 20.000 Menschen in das neue Rathaus der Stadt. Das in den Mauern des alten Hans-Sachs-Hauses völlig neu gestaltete Gebäude wurde am Samstag und Sonntag nach rund vierjähriger Bau- und Planungszeit mit Tagen der offenen Tür den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt vorgestellt. Die Besucher nutzten die Gelegenheit einen ersten Blick in das Innere des Hauses zu werfen und nahmen dabei auch längere Wartezeiten in Kauf.
Der Rundgang durchs Haus ermöglichte einen Blick in den Ratssaal, in die stadtgeschichtliche Ausstellung und auch in das Büro des Oberbürgermeisters. Zum Erstaunen der Besucher begrüßte Oberbürgermeister Frank Baranowski über Stunden die Gäste persönlich.
Immer wieder gab es besonders von den älteren Besuchern viel Lob für den gelungenen Umbau. Einige von Ihnen erinnerten sich an besondere Momente in ihrem Leben, die mit dem Hans-Sachs-Haus in Verbindung stehen. Von der Hochzeit über Konzerte bis zum Abschlussball, viel haben die Gelsenkirchener in diesem Haus erlebt.
Großen Andrang gab es auch vor der Bühne im Atrium. Von der Rockballade bis zur Opernarie reichte die bandbreite des Programms. Daneben gab es bunte Unterhaltung mit Tanzvorführungen und Gewinnspielen.
Der für das neue Hans Sachs-Haus verantwortliche Architekt Prof. Volkwin Marg verwies auf den langen Prozess, der zu dem heutigen Ergebnis geführt hat und ist sich sicher, dass das neue Hans-Sachs-Haus alle Voraussetzungen mitbringt, um auch künftig einer Vielzahl von Veränderungen gerecht zu werden. Das Haus sei ein Zeichen aufrechten Gangs städtischen Selbstbewussteins und beinhalte alles was in die Mitte einer Stadt gehöre.
„Das neue Hans-Sachs-Haus ist da, und es soll – und wird – wie sein Vorgänger ein offenes Haus der Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener sein“ so begrüßte Oberbürgermeister Frank Baranowski, die Gäste, die pünktlich um 11 Uhr durch die Türen in das Haus strömten. „Es ist ein einladendes Haus für aufrechte Bürger, mit diesem hellen und lichten Atrium, mit dem Bürgerforum für Veranstaltungen, mit der Stadt- und Touristinfo, mit einem Bistro. Und das ist uns wichtig: Hier sollen Sie, meine Damen und Herren, auch gerne reinkommen, selbst wenn Sie nicht zufällig hier arbeiten oder gerade einen Ausweis abholen wollen!“
Lobende Worte hatte auch NRW-Bauminister Manfred Groschek für das neue Hans-Sachs-Haus: „Das Hans-Sachs-Haus ist ein neues starkes Haus der Demokratie, das durch eine öffentliche Streitkultur entstanden ist“, erklärte er in seiner Ansprache während des Festakts am Samstag.
Keine Premiere ohne Pannen: So fielen leider zeitweise die Fahrstühle aus und mussten von den Technikern wieder in Betrieb genommen werden. Alle Personen im Haus, die die Treppen nicht nutzen konnten, wurden über den Lastenaufzug in die Geschosse gebracht, so dass alle Bereiche auch für gehbehinderte Personen erreichbar blieben.
Der Oberbürgermeister und seine Mitarbeiter werden das Haus dann ab Montag nach und nach beziehen.