11. September 2013, 10:13 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
GE. Fördermittel in Höhe von rund 7 Millionen Euro wird die Stadt Gelsenkirchen aus dem Städtebauförderungsprogramm NRW für das Programmjahr 2014 beantragen. Dazu kommt ein Eigenanteil von rund 1,8 Millionen Euro. Die Anträge werden wie im Vorjahr für die Gebiete City, Bochumer Straße, Schalke und Hassel gestellt.
Dabei plant die Stadt Gelsenkirchen Investitionen von 4.668.000 € in das Programmgebiet Stadt-umbau City, 1.769.000 € für die Revitalisierung der Bochumer Straße, 1.340.000 € für das Stadtteilprogramm Schalke und 980.000 € für das Stadtteilprogramm Hassel.
Ein entsprechendes Konzept hat der Verwaltungsvorstand unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Frank Baranowski jetzt beschlossen.
Stadtumbau City
Für den Bereich Stadtumbau City sind mit den Förderanträgen der letzten Jahre umfangreiche Zuschüsse aus dem Programm Stadtumbau West beantragt und bewilligt worden. Damit konnte einerseits die Finanzierung und bereits begonnene Umsetzung des ambitionierten Projektes Heinrich-König-Platz sichergestellt, andererseits eine Vielzahl kleinteiliger Maßnahmen der integrativen Stadterneuerung in der City ermöglicht werden.
Im Mittelpunkt stehen 2014 das Großprojekt Ebertstraße sowie der Umbau der Aula der Gertrud Bäumer Realschule.
Weiterhin ist eine grundlegende Voruntersuchung zur Umgestaltung und Revitalisierung der Ringstraße geplant.
Für die Umgestaltung der Ebertstraße, der prominenten Verkehrsachse zwischen Vattmann- und Florastraße/Musiktheater sollen für 2014 die Kosten für die weiterführenden Planungsaufträge sowie die Baukosten beantragt werden.
Für den Umbau bzw. Rückbau der Aula der Gertrud Bäumer Realschule werden nach dem Umbau der denkmalgeschützten Aula zur Schulmensa in einem zweiten Bauschnitt die Akustik verbessert und die Aula technisch so aufgerüstet, so dass in Zukunft schulische und außerschulische sowie kulturelle Veranstaltungen in der Aula stattfinden können. Für die Ergänzung der erforderlichen technischen Einrichtungen sollen mit dem Förderantrag 2014 entsprechende Planungs- und Baukosten beantragt werden.
Die Kosten im Jahr 2014 für diese Projekte werden mit 4.668.000 € veranschlagt, die Förderung in Höhe von 80 Prozent beträgt 3.734.400 € der Eigenanteil (20 Prozent) 933.600 €.
Revitalisierung der Bochumer Straße
2013 wurden bereits viele Vorarbeiten zur Revitalisierung der Bochumer Straße eingeleitet. Eine vorbereitende Untersuchung kann in Kürze starten. Parallel hat die Stadtentwicklungsgesellschaft bereits mehrere Schlüsselimmobilien an der Bochumer Straße erworben und entwickelt als Starterprojekt auf den angrenzend Grundstücken zur Heilig Kreuz-Kirche einen Neubau mit einer Tageseinrichtung für Kinder und Familienzentrum. Die Investorenausschreibung dazu befindet sich aktuell im Verfahren.
Für die Heilig Kreuz-Kirche ist ein Konzept zur Nachfolgenutzung entwickelt worden. Die Gespräche zur Förderung müssen jedoch noch geführt werden. Weiterhin ist die Implementierung und Unterstützung der Kreativwirtschaft geplant.
Für die Bochumer Straße wurde mit dem Land 2011 ein erstes Förderbudget in Höhe von 4,5 Mio. € bis einschließlich 2014 ohne die Maßnahme Heilig Kreuz-Kirche verabredet.
Folgende Bausteine sind zur Umsetzung ab 2015 vorgesehen und sollen für 2014 beantragt werden:
Zur punktuellen Aufwertung der Bochumer Straße vor allem im Umfeld des Justizzentrums soll der öffentliche Straßen- und Freiraum an der Bochumer Straße erneuert werden und so zu einer Aufwertung des Quartiers beitragen. Die Aufwertung erfolgt schwerpunktmäßig an den Plätzen an der Bochumer Straße wie etwa am Justizzentrum, oder an der Hl. Kreuz Kirche und im Bereich des Bunkers.
Daneben ist die Aufwertung des privaten Gebäudebestandes ein zentrales Ziel der Revitalisierungsstrategie. Durch fachkundige Beratungsdienstleistungen und Zuschüsse zur Gebäudemodernisierung sollen die privaten Immobilieneigentümer dazu motiviert werden wieder in Ihre Bestände zu investieren. Die fachliche Begleitung soll gewährleisten, dass die Maßnahmen fachgerecht durchgeführt werden.
Aufbauend auf den im Rahmen des Stadtteilprogramms Südost durch das Büro für lokale Wirtschaftsentwicklung und des Referates Kultur angestoßenen Ansätzen zur Entwicklung des Kreativstandortes Bochumer Straße soll die erfolgreiche Arbeit fortgeführt werden.
Für diesen Bereich wird die Stadt Gelsenkirchen für 2014 etwa 1.769.000 € ausgeben, davon können 80 Prozent, das sind 1.415.200 €, gefördert werden. Der Eigenanteil beträgt dann 353.800 €
Stadtteilprogramm Schalke
Zurzeit werden innerhalb des Stadtteilprogramms Schalke verschiedene Schulhof- und Spielplatzerneuerungen (Lessing-Realschule, Spielplatz und Wegeverbindung Kußweg, Spielplatz Blumendelle, Quartierspark Blumendelle) durchgeführt. Ein zentrales Projekt ist der Abriss der Häuser Münchener Str. 44/46 und die Anlage eines Nachbarschaftsgartens.
Die Umsetzung des Bildungsverbundes Schalke, der ein Schlüsselprojekt darstellt, hat begonnen. Die Verbesserung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens, erfolgte durch die Öffnung der Kindertagesstätten Leipziger Straße, Königstraße und Blumendelle. Zur Optimierung der Präventionsketten in dem Modellvorhaben des Landes „Kein Kind zurück lassen“ ist der Stadtteil Schalke als Modellgebiet ausgewählt worden.
Da im Bereich der „Stärkung der lokalen Ökonomie“ entwickelt das Stadtteilbüro Schalke mit dem Büro für lokale Wirtschaftsentwicklung geeignete Programme.
Neben diesen Maßnahmen sollen 2014 zur Verbesserung und Anpassung des Wohnungsangebots durch Rückbau, für das Haus- und Hofflächenprogramm und die Beratung von Hauseigentümern durch Modernisierungsberater Mittel beantragt werden. Weiterhin steht die Verbesserung des öffentlichen Raums durch Spielplatz- und Schulhoferneuerungen, die Schaffung und Verbesserung von Wegeverbindungen im Quartier und die Schaffung von Quartiersparks nach Rückbaumaßnahmen im Mittelpunkt. Dazu werden von der Stadt Gelsenkirchen für 2014 rund 1.340.000 € veranschlagt. Die Fördersumme des Landes beträgt bei 80 Prozent rund 1.072.000 €. Der Eigenanteil liegt bei 268.000 € (20 Prozent)
Stadtteilprogramm Hassel: Interkommunales
Projekt mit Herten-Westerholt/Bertlich
Das Stadtteilprogramm Hassel und der Beginn der Stadtteilarbeit vor Ort durch das Stadtteilbüro beginnen noch 2013. Mit den Zuwendungsbescheiden von Dezember 2012 hat die Bezirksregierung das Startsignal für die interkommunale Stadterneuerung in Hassel, Westerholt und Bertlich sowie für den Bau des Stadtteilzentrums Hassels durch die Bürgerstiftung „Leben in Hassel“ gegeben.
Auf der Grundlage des Konzepts „Energetische Stadtsanierung Hassel“ stellen die Städte Gelsenkirchen und Herten 2013 jeweils einen Förderantrag bei der KfW für die interkommunale Umsetzung der Energetischen Stadtsanierung durch insgesamt zwei Sanierungsmanager (Laufzeit 3 Jahre). Das Thema energetischer Stadtsanierung bekommt damit eine hohe Bedeutung und wird als Modellprojekt im Kontext des gesamtstädtischen Klimaschutzkonzeptes entwickelt.
Für das Jahr 2014 sollen Städtebaufördermittel für die immobilienwirtschaftliche Beratung sowie das Haus- und Hofflächenprogramm, die Entwicklung eines interkommunalen wohnungswirtschaftlichen Konzepts, die Städtebauliche Aufwertung des August-Schmidt-Platzes (Marktplatz), die Optimierung des Spiel- und Bolzplatzes Hardenbergstraße, die Entwicklung eines neuen Bolzplatzes am Fritz-Erler-Haus (am Freistuhl) und die Verbesserung der Aufenthaltsqualität und der Bewegungsangebote auf dem Schulhof der Sekundarschule Hassel (Eppmannsweg) beantragt werden. Geplant sind für 2014 Kosten in Höhe von 980.000 €, davon werden 784.000 € gefördert. Den Eigenanteil von 196.000 trägt die Stadt.