12. September 2013, 17:47 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Unverständnis und Kopfschütteln hat die Ankündigung von Innenminister Ralf Jäger, die Polizei zöge sich aus der Schalke-Arena zurück, bei Oberbürgermeister Frank Baranowski ausgelöst. „Eine Lex-Schalke ist vollkommen unangemessen und scheint keine Vernunft-Entscheidung des Innenministers zu sein. Entweder zieht der Innenminister die Polizei aus allen Fußballstadien in NRW ab oder gar nicht. Einzig und allein die Polizei aus der VELTINS-Arena abzuziehen, ist ein völlig unakzeptabler Vorgang."
Ein derartiger Alleingang des Innenministers weniger als eine Woche vor dem ersten Champions- League-Heimspiel und dem Bundesliga-Heimspiel gegen Bayern München trage nicht zur Sicherheit in Stadien bei, sondern verschärfe nur die Diskussion darüber. „Dass Jäger eine solche Entscheidung fällt, ohne ihn mit den Handelnden vor Ort abzustimmen und ohne die gemeinsamen Gespräche zwischen Polizei und Verein abzuwarten, setzt dem ganzen noch die Krone auf.“
Auch der „Örtliche Ausschuss für Sport und Sicherheit“, dem auch Vertreter der Polizei und von Schalke 04 angehören, sei in die Entscheidung nicht eingebunden worden, stellt deren Vorsitzender Klaus Rostek fest. „Mit dieser Entscheidung wird die Sicherheit der Zuschauer infrage gestellt. Darüber hinaus entspricht diese Entscheidung nicht den Vorgaben des Nationalen Konzeptes Sport und Sicherheit, das ein einheitliches und gemeinsames Handeln zur Lösung von aufgetretenen Problemen zum Ziel hat.“