18. September 2013, 11:11 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Mit der Komödie „Paulette“ von Jérôme Enrico setzt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen seine Monatsreihe „Neue Wege“ fort. Der Film läuft am Sonntag, 22. September (12:45 Uhr), und Montag, 23. September (18:00 und 20:30 Uhr) im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) sowie am Mittwoch, 25. September, um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf.
Wieder in der Schaubug zeigt das KoKi am Dienstag, 24. September (18:00 und 20:30 Uhr), als „Autorenfilm“ das Drama „Die wilde Zeit“ von Olivier Assayas.
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Hasch-Cookies statt Schwarzwälder Kirschtorte: Vor sozialkritischem Hintergrund entfaltet der französische Regisseur Jérôme Enrico mit „Paulette“ ein erfrischend unangepasstes, schwarzhumoriges Kinovergnügen um eine kratzbürstige Rentnerin, deren Einstieg ins Drogengeschäft das Machtgefüge im Pariser Haschisch-Handel gehörig durcheinanderwirbelt. Die Hauptfigur spielt Bernadette Lafont, eine prägende Ikone der „Nouvelle Vague“, die hier eine andere Seite zeigt und ihr komödiantisches Talent eindrucksvoll unter Beweis stellt.
Paulette (Bernadette Lafont) ist eine ebenso rüstige wie ruppige 80-jährige Witwe, die in einem zwielichtigen Pariser Vorort wohnt. Die chronisch schlechte Laune der alten Dame resultiert hauptsächlich aus dem Umstand, dass sie mit einer äußerst schmalen Rente über die Runden kommen muss. Dann aber fällt Paulette zufällig ein Päckchen Marihuana in die Hände. Sie wittert die Chance, ihre finanzielle Misere zu beenden – und wird Haschisch-Dealerin! Als ehemalige Konditormeisterin bringt sie für diesen Job neben einem ausgeprägten Geschäftssinn und echten Giftzwerg-Qualitäten auch grandiose Back-Künste mit, die bei der Kundschaft schnell für Begeisterung sorgen.
„Mit DIE WILDE ZEIT habe ich die Umrisse eines kollektiven Porträts skizziert. Diesen Ansatz finde ich wahrhaftiger, als wenn ich mich strikt auf die Reminiszenz meiner eigenen Jugend beschränkt hätte.“ So beschreibt Regisseur Olivier Assayas (CARLOS – DER SCHAKAL) seinen autobiografisch gefärbten Film, der ein lebendiges, facettenreiches zeitgeschichtliches Stimmungsbild liefert und gleichzeitig eine universelle Geschichte über das Erwachsenwerden erzählt.
Paris Anfang der 1970er-Jahre. Beeinflusst von den Nachwirkungen der 68er-Protestbewegung, engagiert sich der junge Gilles (Clément Métayer) für eine neue, gerechtere Gesellschaftsordnung. Zusammen mit seinen Freunden nimmt er an Demonstrationen teil, verteilt Flugblätter und besprüht Wände mit linken Parolen. Als bei einer nächtlichen Aktion ein Wachmann verletzt wird, taucht er vorübergehend in Italien unter. Dort ist er hin- und hergerissen zwischen politischen Überzeugungen und künstlerischen Ambitionen, zwischen der Liebe zur Aktivistin Christine (Lola Créton) und der Verwirklichung persönlicher Träume.