25. September 2013, 10:45 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Alle zwei Jahre wird der „Jugendhilfeplan Tageseinrichtungen für Kinder“ fortgeschrieben. Was normalerweise Routinegeschäft ist, war in diesem Jahr spannend, weil es galt, die Zielmarke einer 32 Prozent-Versorgung für Kinder unter drei Jahren zu erreichen und natürlich weiterhin die Vollversorgung für Drei- bis Sechsjährige zu gewährleisten.
Mit 33 Prozent für Unter-Dreijährige und 100 Prozent für Drei- bis Sechsjährige kann das Referat Erziehung und Bildung der Stadt Gelsenkirchen nun Vollzug melden.
Oberbürgermeister Frank Baranowski: „Es bedurfte einer erheblichen Kraftanstrengung, dieses Ziel in Gelsenkirchen zu erreichen. Wegen der früheren Konzentration auf Kindergartenplätze für alle, hatten wir zunächst eine relativ geringe Quote bei der U-3-Versorgung und damit erheblichen Nachholbedarf. Mein Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, deren Engagement diese Ergebnis möglich gemacht hat.“
Die Stadt Gelsenkirchen geht aber noch einen Schritt weiter: Stadtrat Dr. Manfred Beck erläutert, dass man sich nicht auf pauschale Vorgaben von Bund und Land verlassen wollte, sondern über einen Forschungsverbund des Deutschen Jugendinstituts in München und der Universität Dortmund den tatsächlichen Bedarf in Gelsenkirchen feststellen ließ. Er wurde mit 35,5 Prozent ermittelt. Und siehe da: Nach Abschluss der laufenden Baumaßnahmen wird in Gelsenkirchen in diesem Kindergartenjahr exakt eine Versorgungsquote von 36 Prozent erreicht.
Manfred Beck: „Wir dürfen dennoch nicht die Hände in den Schoß legen. Die Geburtenrate entwickelt sich positiver als bislang prognostiziert und auch die vermehrte Zuwanderung junger Familien nach Gelsenkirchen schafft neuen Bedarf.“
Die Stadt wird deshalb nicht abwarten, wie die Zahlen bei Fortschreibung des Jugendhilfeplans in zwei Jahren aussehen, sondern kontinuierlich die Entwicklung im Auge behalten um zeitnah reagieren zu können.
OB Baranowski: „Wir wollen auch in Zukunft gewährleisten, dass in Gelsenkirchen kein Kind zurückgelassen wird. Eine Förderung in der Kindertagespflege und in Kindertageseinrichtungen ist die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Bildungskarriere.“