04. Oktober 2013, 10:08 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Eigentlich war der bundesweite Tag der Zahngesundheit am 25. September 2013. An diesem Tag wurde unter dem Motto „Gesund beginnt im Mund - Zähneputzen macht Schule“ für Zahnhygiene und Zahnpflege geworben. In Gelsenkirchen macht Zähneputzen allerdings gleich an vier Tagen Schule: Vom 7. bis zum 10. Oktober 2013 im Wissenschaftspark an der Munscheidstraße 14. Der Arbeitskreis Zahngesundheit Gelsenkirchen und die Stadt Gelsenkirchen arbeiten hier gemeinsam für die Zahngesundheit Gelsenkirchener Kinder.
Mit einem Kariestunnel der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe, der strahlende Gebisse in völliger Dunkelheit im schwarzen UV-Licht umherschweben lässt, haben die Kinder Gelegenheit, sich mit ihren Zähnen und Zahnbelegen spielerisch auseinanderzusetzen. Auch Oberbürgermeister Frank Baranowski wird hier im Dunkeln auf den Zahn gefühlt, hat er doch die Schirmherrschaft für diese Aktionstage übernommen.
Zusätzliche Spiel- und Aktionstische, die die unterschiedlichen Sinne anregen liefern Informationen zu Zahngesunder Ernährung, Zahnartikeln und Zahnpflege und wollen besonders die Eltern ansprechen, die Vorbild und tragendes Element in der Zahnhygiene ihrer Kinder sind.
So werden Eltern als Experten in eigener Sache an einem Elterntisch mehrsprachig beraten. Dabei geht es um Themen wie „Was tun, wenn mein Kind keine Zähneputzen will?“ oder „Wie kann ich die Mundgesundheit meines Kindes fördern?“
Aktuell haben sich 40 Grundschulklassen und Kindergartengruppen angemeldet. So werden rund 1000 Kinder erwartet.
Bis 13h haben die Schulen zum Besuch Vorrang,
danach steht die Aktion allen interessierten Bürgern zur Information offen.
Um mit gutem Vorbild voranzugehen, werden der Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen, Frank Baranowski, der die Schirmherrschaft für die Aktionswoche übernommen hat, und der stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises Zahngesundheit Dr. Dagwin Lauer am 7. Oktober 2013 um 10 Uhr den Gang durch den Kariestunnel wagen.
Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind zur Berichterstattung herzlich eingeladen.
Individuell betreut werden die Kinder durch die Auszubildenden zur Zahnmedizinischen Fachangestellten des Eduard Spranger Berufskollegs sowie Zahnmedizinische Fachangestellte der niedergelassenen Praxen des Zahnärztevereins Gelsenkirchen.
Das Engagement zur Verbesserung der Mundgesundheit, das der Arbeitskreis Zahngesundheit, der öffentlicher Gesundheitsdienst, die niedergelassenen Zahnärzte, die gesetzlichen Krankenkassen, Schulen und Kindertageseinrichtungen tragen, zeigt in Gelsenkirchen durchaus Früchte.
„Die Zahngesundheit von Kindern hat sich, wie regelmäßig durchgeführte Untersuchungen bei Schülern zeigen und zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, kontinuierlich verbessert!“ so Präsident Dr. Klaus Bartling der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe.
Aktuelle Zahlen zeigen aber auch, dass die Zahngesundheit der 6- bis 7-Jährigen in einigen Sozialräumen dieser Stadt durchaus noch Nachholbedarf hat. Das Phänomen der ungleichen Kariesverteilung ist bundesweit und zeigt, dass besonders Kinder in prekären sozialen Lagen und Kinder mit Migrationshintergrund häufig von Karies betroffen sind.
Gesunde Zähne sind für die späteren Lebensjahre von Kindern ein unverzichtbares Kapital. Lückenhafte und kariöse Gebisse sind nicht nur in den Reparaturkosten für viele Familien kaum noch bezahlbar, sondern behindern Sprache und ein selbstbewusstes Auftreten und damit unter Umständen auch den Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.
Innerhalb des Modellvorhaben „Kein Kind zurücklassen“, hat sich ein Arbeitsbündnis gebildet, dass aus dem Arbeitskreis Zahngesundheit, der Stadt Gelsenkirchen mit Akteuren kindlicher Lebenswelten, wie der Familienförderung, dem Sozialdienst Schule, den Kindertageseinrichtungen, Gelsensport, dem OGS-Trägernetzwerk, dem Kommunalen Integrationszentrum und den Koordinierungsstellen Soziale-und kommunale Prävention besteht.
Die Aktionswoche ist ein Baustein des gesamtstädtischen strategischen Vorhabens die sozialen Benachteiligungen von Kindern auszugleichen und die gesundheitliche Chancengleichheit in der sich rasch verändernden Stadtfamilie ohne Stigmatisierung zu fördern.