07. Oktober 2013, 11:12 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die Stadtverwaltung Gelsenkirchen qualifiziert ihre pädagogischen Fachkräfte für die pädagogische Arbeit mit Familien aus Rumänien und Bulgarien im Rahmen einer Fortbildung am 10. Oktober.
Menschen aus Rumänien und Bulgarien gehören inzwischen zum Alltag der Einwanderungsgesellschaft in Deutschland und in Gelsenkirchen. So verschieden die Herkunftsländer und Biographien der hier lebenden Roma-Familien sind, so heterogen sind auch die Voraussetzungen, die sie mitbringen, um den sozialen und gesellschaftlichen Anforderungen in Deutschland gewachsen zu sein. Häufig als Flüchtlinge kategorisiert, haben sie einen ungesicherten Aufenthaltsstatus und mangelnde Qualifizierungen für den Arbeitsmarkt.
Mit der Erweiterung der EU nehmen zudem vermehrt Roma beispielsweise aus Bulgarien oder Rumänien ihr Recht auf Freizügigkeit und Aufenthalt in Westeuropa wahr. Dieses stellt die Praxis der pädagogischen Arbeit in Gelsenkirchen vor neue Herausforderungen: Welche Besonderheiten bringen Roma Familien mit? Welche kulturellen Ressourcen können für ihre Alltagsbewältigung genutzt werden? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen markieren ihre Situation? Welche Faktoren sind für eine erfolgreiche Bildungsteilhabe der Familien?
Im Rahmen der Fortbildung werden Aspekte der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Familien aus Rumänien und Bulgarien erarbeitet, um sie für einen differenzierten Umgang in der pädagogischen Arbeit zu nutzen.
Zu der internen Fortbildung konnten als Referentinnen und Referenten Frau Dr. Elizabeta Jonuz, Universität Köln, Frau Kirsten Eichler, GGUA Flüchtlingshilfe Münster, und Herr Merfin Demir, Terno Drom e.V, gewonnen werden.
Oberbürgermeister Frank Baranowski wird die Veranstaltung eröffnen und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen.
Veranstalter der Fortbildung ist das Kommunale Integrationszentrum Gelsenkirchen (KIGE) und die Koordinierungsstelle kommunale Prävention „Kein Kind zurücklassen“.