09. Oktober 2013, 11:40 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Seien Sie herzlich willkommen zur 5. Gelsenkirchener Seniorenkonferenz – ich freue mich sehr, dass Sie erneut mit dabei sind! Ja, es ist gut, dass so viele von Ihnen hier sind, um miteinander zu diskutieren, Ideen und Vorschläge zu sammeln! Um gemeinsam zu schauen, wie wir weiter dafür sorgen können, dass bei uns möglichst vielen Frauen und Männern ein guter Übergang in die Zeit nach dem Arbeitsleben gelingt. In ein sozial gut vernetztes, aber bis ins hohe Alter selbstbestimmtes Leben. In eine Lebensphase, die als sinnvoll und erfüllt erlebt werden kann.
Ihre Anwesenheit heute zeigt mir – und das finde ich sehr bemerkenswert –, dass Sie im Verlauf unserer nun schon seit einigen Jahren laufende Arbeit nicht müde geworden sind. Und dass sie sich auch nicht mit dem zufrieden geben, was wir bereits erreicht haben. Sondern dass Sie mehr wollen und entschlossen sind, einen bislang sehr erfolgreichen Weg fortzusetzen!
Selbstverständlich ist das ja nicht. Denn wir alle kennen das: Gute Vorsätze überstehen zwar in der Regel den Neujahrstag, doch wenn sich der Zauber des Anfangs so langsam im Alltag verliert, bedarf es schon einer gewissen Zähigkeit. Die haben wir aufgebracht, wieder und wieder. Wir alle – Stadt und freie Träger, Institutionen wie die zahlreichen engagierten Einzelpersonen, Sie und ich – dürfen seit einer ganzen Weile sagen, dass wir diese Phase sehr gut gemeistert haben!
Unser gemeinsames Projekt hat nicht nur den Schwung der Anfangstage behalten, sondern sogar eine eigene Dynamik gewonnen. Heute wissen wir, dass wir den richtigen Ansatz gewählt haben – und vieles spricht dafür, dass diesen Ansatz an den unterschiedlichen Stellen auch die richtigen Menschen ausfüllen. Auf unserer ersten Konferenz haben wir entschieden, dass wir die Erfahrungen, Wünsche und Ideen von sämtlichen Beteiligten aufnehmen, prüfen und umsetzen wollen. Das ist einerseits sehr anspruchsvoll – aber es ist auch fast schon alternativlos. Wie sollte es denn sonst gehen? Schließlich steht ja im Mittelpunkt all unseres Handelns die Frage, wie wir künftig in unserer Stadt leben und zusammenleben wollen. Das kann man nur im ständigen Dialog klären!
Dazu gehört aber auch, dass nicht nur jeder mitreden, sondern auch mitmachen kann. Zum einen, weil wir davon ausgehen, dass es einfach spannender, lohnender, und schöner ist, selbst aktiv zu sein – als sich die vermeintlich bequeme Ecke desjenigen zurückzuziehen, der es immer schon besser gewusst hat. Zum anderen ist es ja nicht damit getan, dass die Stadt ein oder zwei Maßnahmen für Senioren auflegt. Nein, es ging und geht ja darum, ein ganzes Netz zu knüpfen, das älter werdenden Menschen in unserer Stadt das Leben erleichtert! Ein Netz, das Hilfe zur Verfügung stellt, in dem man sich aber auch selbst engagieren kann. Ein Netz aus vielen aktiven Menschen, ob sie nun ehrenamtlich oder beruflich tätig sind. Ein Netz, das zahlreiche Knotenpunkte hat, die es stabilisieren. Und das immer größer wird, weil viele Menschen daran mitknüpfen.
Die großen Linien dieses Netzes, die gibt es bereits. Wir haben zahlreiche Seniorenvertreter, wir haben vier Senioren Info-Center, wir haben in fast allen Quartieren ZWAR-Gruppen, inzwischen sogar eine türkischsprachige. Aber ganz am Ziel sind wir noch nicht. Jetzt geht es an die feineren Verbindungen, die kleinen Verästelungen in die Wohnviertel hinein. Und da können wir noch einiges tun, um unser Netzwerk weiterzuspinnen und um die gemeinsamen Hilfsangebote noch etwas näher zu den Haustüren zu bringen.
Die letzten Meter sind nicht unbedingt der leichteste Teil eines Weges, weil man ja schon eine erhebliche Distanz in den Beinen hat. Aber zugleich ist es auch ein schöner Abschnitt, wenn man sieht, was man bereits erreicht und hinter sich gelassen hat. Ich jedenfalls würde mich freuen, wenn wir bei den nun vor uns stehenden Aufgaben und Anstrengungen weiterhin auf so viele engagierte Gelsenkirchener zählen können wie bisher!
Glück auf!