11. Oktober 2013, 11:48 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die am Dienstag veröffentlichte Studie PIAAC gibt aktuell Anlass zur Diskussion. Die Bevölkerungsbefragung Erwachsener im Alter von 16–65 Jahren ergab im Vergleich zwischen 24 OECD-Ländern, dass grundlegende Lese- und Rechenkompetenzen nur unzureichend geschult sind. Deutschland hat laut der Studie mit „18 Prozent einen – im Vergleich zum OECD-Durchschnitt – leicht höheren Anteil an Personen, die nicht über die niedrigste Kompetenzstufe I hinaus kommen.“
Das Bildungszentrum Gelsenkirchen bietet als kommunales Weiterbildungszentrum mit Stadtbibliothek und Volkshochschule ein breit gefächertes Bildungsangebot für alle Bürgerinnen und Bürger. Alle Angebote richten sich auch an die in der Studie benannte Zielgruppe der 16–65jährigen.
Die Stadtbibliothek fördert die Lese- und Recherchekompetenzen und hält eine Vielzahl von Sach- und Fachliteratur sowie digitalen Medien zum Wissenserwerb vor. Die Volkshochschule vermittelt in all ihren Bereichen grundlegende Fähigkeiten aus der Lebens- und Erwerbswelterfahrung, bietet integrative Kurse wie „Deutsch als Zweitsprache“ sowie die so genannten elementarbildenden Kurse zum Erwerb von Lese- und Rechenkompetenzen. Ebenso wichtig sind in diesem Zusammenhang Angebote, die den nachträglichen Erwerb von Schulabschlüssen ermöglichen.
Prof. Dr. Rita Süssmuth, Präsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbandes, sieht in einer aktuellen Stellungnahme des DVV zur PIACC-Studie „dringenden Handlungsbedarf, Geringqualifizierte mit notwendigen Grundkompetenzen auszustatten.“ Hierbei unterstützt das Bildungszentrum Gelsenkirchen die Bürgerinnen und Bürger. Zum Selbstverständnis der kommunalen Bildungseinrichtungen gehört der Ansatz des Lebenslangen Lernens, das nicht mit dem Abschluss der ersten Bildungsphase endet.