01. September 2021, 14:06 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Gelsenkirchener Kinder bei der Erkundung des Wissenschaftsparks. Bildrechte: Kunstmuseum Gelsenkirchen
GE. Was ist Kunst? Und wo begegnet sie uns im Alltag? Mit diesen Fragen im Gepäck begeben sich Schülerinnen und Schüler aus Gelsenkirchen im Rahmen des Projektes „RuhrKunstUrban“ in den kommenden Wochen auf eine Entdeckungsreise quer durch die Stadt. Ein erster Workshop fand bereits vor den Sommerferien statt, viele weitere sollen nun folgen. Das Kunstmuseum Gelsenkirchen kooperiert dabei mit der Gemeinschaftsgrundschule Wiehagenschule und dem Wissenschaftspark.
Die Schülerinnen und Schüler erforschen und erkunden bei diesem Projekt mit allen Sinnen Schule, Museum und Stadt. Dabei setzen sie sich mit Wegen und Plätzen sowie deren Gestaltung – zum Beispiel durch Kunst im öffentlichen Raum oder durch Graffiti, Plakate, Sticker - auseinander. Fläche, Raum und Architektur stehen beim Wissenschaftspark im Fokus, wie auch die Wahrnehmung mit dem Hör- und Geruchssinn. Im Kunstmuseum Gelsenkirchen befassen sich die Schülerinnen und Schüler zudem mit Bewegung, Licht und Klang in der Kinetik wie auch mit Gemälden und deren Technik.
Forschungstagebuch als Erinnerungsstück
Alle Erforschungen und Ergebnisse werden in einem Hefter gesammelt. Zum Abschluss haben die Kinder ein Forschungstagebuch als Rückblick, das kreative Aufgaben, Techniken und Material einschließt. Zudem präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse und selbst geschaffenen Kunstwerke in einer Ausstellung im unteren Foyer des Kunstmuseums.
Möglich macht diese intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Stadt und der Kunst das Kooperations- und Vermittlungsprojekt „RuhrKunstUrban“ (2019-2022) der 21 RuhrKunstMuseen. Das Projekt, das sich an Schulen richtet, wird mit Mitteln der Stiftung Mercator gefördert.
In vielfältigen Workshops lernen Kinder und Jugendliche jeden Alters und aller Schulformen die künstlerischen Ansätze und Strategien der Sammlungsbestände der RuhrKunstMuseen kennen, die sie unterstützen und anregen, ihren Stadtraum bewusst wahrzunehmen und aktiv auf diesen einzuwirken.
Digitale Wege der Kunstvermittlung
In Zeiten der Corona-Pandemie ist die Umsetzung des Projektes vor Ort nicht immer einfach. „Es erfordert Mut und Begeisterung in gemeinsamen Lernprozessen mit den Schulen und unseren Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern kurzfristig neue digitale und hybride Vermittlungsformate zu entwickeln und gleichzeitig die freien Kunstvermittlerinnen und Kunstvermittler gezielt durch Fortbildungen zu stärken“, erklären Regina Selter und Peter Daners von der Arbeitsgruppe Künstlerische Bildung und Vermittlung der RuhrKunstMuseen.
Neben den klassischen, analogen Workshops wurden digitale und hybride Vermittlungsformate entwickelt und realisiert. Materialtaschen für kreatives Arbeiten in der Schule und im Distanzunterricht wurden verschickt; Rallyes zu Stadt- und Museumserkundungen konnten analog und per BIPARCOURS – einer App des „Bildungspartner NRW“ durchgeführt werden. Eine eigene Lern-App wurde zudem in Auftrag gegeben und modellhaft in einem Museum angewendet. Videotutorials konnten gedreht sowie Livestream-Workshops angeboten werden. Die Bedürfnisse der schulischen und städtischen Bildungspartner werden – nun um digitale Vermittlung erweitert – aktiv einbezogen. „Für uns alle ist es eine große Freude, zu sehen, wie Kunstvermittlerinnen und Kunstvermittler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler bei diesen veränderten Voraussetzungen unser Angebot mit viel Freude und Engagement annehmen und gemeinsam digital-analoge Konzepte entwickelt haben“ betont Peter Gorschlüter, Sprecher der RuhrKunstMuseen. Ziel sei es, dauerhafte Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner vor Ort zu gewinnen, für kulturelle Bildungsarbeit zu sensibilisieren und längerfristig an die Arbeit der Museen anzubinden.
Die RuhrKunstMuseen
Zum Hintergrund: Die 21 Kunstmuseen des Ruhrgebiets haben sich bereits 2010 zum Netzwerk der RuhrKunstMuseen zusammengeschlossen. Dieses hat sich seither mit seinen Programmen und besonderen Bildungs- und Vermittlungsangeboten wie Collection Tours, RuhrKunstNachbarn oder der Entwicklung einer gemeinsamen Schulmatrix auch außerhalb der Region etabliert.
Weitere Informationen zum Projekt gibt es beim Projektbüro RuhrKunstUrban im Museum Folkwang am Museumsplatz 1 in 45128 Essen, telefonisch unter (0201) 8845174 oder (0201) 8845327 sowie per E-Mail an kunstvermittlung@ruhrkunstmuseen.com.
Eine detaillierte Beschreibung des Projektes ist zudem im Internet auf https://www.ruhrkunstmuseen.com/de/kunstvermittlung/ruhrkunsturban/
zu finden.
Hinweis an die Redaktionen: Zu dieser Presseinformation ist ein Foto verfügbar. Es zeigt Gelsenkirchener Kinder bei der Erkundung des Wissenschaftsparks. Die Bildrechte hat das Kunstmuseum Gelsenkirchen inne.