18. Oktober 2013, 11:12 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Mit „Michael Kohlhaas“ zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag/Montag, 20./21. Oktober, im Schauburg Filmpalast wieder „Literatur im Film“. Am Dienstag/Mittwoch, 22./23. Oktober, folgt in der Monatsreihe „Autorenfilme“ der Spielfilm „The Bling Ring“ von Sofia Coppola.
Die Vorstellungen beginnen am Sonntag um 12:45 Uhr, Montag und Dienstag um 18 und 20:30 Uhr in der Schauburg sowie am Mittwoch um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf. Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Arnaud des Pallières’ Leinwandadaption der berühmten Novelle „Michael Kohlhaas“ von Heinrich von Kleist verlegt das Geschehen nach Südfrankreich, um vor der metaphorischen Kulisse einer rauen Landschaft eine zeitlose Parabel über Justiz und Moral, Gewalt und Gerechtigkeit zu erzählen. „Die gelungene Literaturverfilmung eines Werks mit ungebrochener gesellschaftlicher Relevanz.“ (aus der Jurybegründung zur Vergabe des FBW-Prädikats „besonders wertvoll“). Ausgezeichnet u. a. beim „Filmfestival Max Ophüls Preis“ mit dem Publikumspreis. — Frankreich im 16. Jahrhundert. Der Pferdehändler Michael Kohlhaas (Mads Mikkelsen) wird auf dem Weg zum Markt vom Verwalter des neuen Barons gestoppt, der ohne rechtliche Grundlage einen Passierschein verlangt. Als Pfand muss Kohlhaas zwei Pferde zurücklassen. Die prächtigen Tiere findet er später geschunden auf. Gegen dieses Unrecht reicht der ehrliche Mann erfolglos Klage ein. Seine geliebte Ehefrau will bei einer Prinzessin um Gerechtigkeit bitten, doch die Untergebenen lassen sie gar nicht erst vor und misshandeln sie so schwer, dass sie kurz darauf ihren Verletzungen erliegt. Untröstlich über den Verlust und voller Zorn gegen die Herrschenden startet Kohlhaas zusammen mit Getreuen und Rebellen aus der Bevölkerung einen Feldzug gegen die ungerechte Obrigkeit.
Einmal mehr erweist sich Sofia Coppola (THE VIRGIN SUICIDES; LOST IN TRANSLATION) mit „The Bling Ring“ als präzise Beobachterin, wenn sie einen realen Kriminalfall zum Anlass nimmt, um aus der Perspektive der jungen Täter Markenobsession und Glamourwahn zu hinterfragen. „Eine treffende Satire über Ruhmsucht, Eitelkeit und Exhibitionismus.“ (SZ) Offizieller Beitrag zu den Filmfestivals in Cannes, Seattle und Sydney.— Über ein paar simple Mausklicks im Internet findet eine Gruppe gelangweilter Teenager aus Los Angeles die Adressen und aktuellen Aufenthaltsorte beliebter Stars. Stets auf der Suche nach dem nächsten Kick, fassen die Jugendlichen den Entschluss, in die Villen der Prominenten einzusteigen, wenn diese nicht zu Hause sind. Die spontane Mutprobe entwickelt sich schon bald zu einer ausgedehnten Einbruchsserie, bei der zahlreiche Luxusgüter gestohlen werden. Die Polizei ist zunächst ratlos, doch dann geht die Clique immer dreister vor.