05. Juli 2021, 14:11 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Diese Meldung ist vom 05. Juli 2021, 14:11 Uhr. Gegebenenfalls sind einzelne Inhalte oder der gesamte Artikel nicht mehr aktuell. Für aktuelle Meldungen der Stadt Gelsenkirchen klicken Sie bitte auf https://www.gelsenkirchen.de/aktuelles
GE. Im Grafikkabinett des Kunstmuseums Gelsenkirchen sind derzeit zehn Originallithographien Marc Chagalls zu sehen, in denen er sich intensiv mit dem Alten Testament oder vielmehr der Hebräischen Bibel, dem Tanach, auseinandersetzte.
Chagall, der der Sohn weißrussischer chassidi-scher Juden war, reiste 1910 erstmals nach Paris und freundete sich dort mit zahlreichen Künstle-rinnen und Künstlern der Avantgarde an.
Während des ersten Weltkrieges lebte er wieder in Weißrussland, bevor er vor der Oktoberrevolution nach Berlin floh, wo er einige Zeit arbeitete und lebte und hier die Technik der Lithographie erlernte.
Das Kunstmuseum bietet zu seinem besonderen Werkzyklus eine kostenlose Führung an am
Sonntag, 11. Juli, um 15 Uhr im
Kunstmuseum Gelsenkirchen an der
Horster Straße 5-7 in
56897 Gelsenkirchen.
Die Personenzahl ist begrenzt, die Teilnahme mit Anmeldung möglich. Buchungen für die Führung sind möglich unter (0209) 169 4130 oder per E-Mail an: kunstmuseum@gelsenkirchen.de.
Seit den 1930-er Jahren hatte Chagall sich mit Darstellungen des Tanach beschäftigt.
Eine Studienreise nach Palästina und die Ermutigung seines Freundes und Verlegers Ambroise Vollard hatten ihn zu dieser Arbeit angeregt, die er dann jedoch erst 1956 vollendete. Seine Bildwelt ist auch von der jüdisch-chassidischen Erzähltradition geprägt, die er immer wieder als wichtige Quelle seiner Inspiration kundtat.