28. Oktober 2013, 13:20 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Diese Meldung ist vom 28. Oktober 2013, 13:20 Uhr. Gegebenenfalls sind einzelne Inhalte oder der gesamte Artikel nicht mehr aktuell. Für aktuelle Meldungen der Stadt Gelsenkirchen klicken Sie bitte auf https://www.gelsenkirchen.de/aktuelles
GE. Unter dem Titel „Alle auf einem Pütt: Polen, Türken und andere“ findet am Dienstag, 29. Oktober 2013, um 19 Uhr im Kulturraum „Die Flora“ (Florastraße 26, 45879 Gelsenkirchen) ein Vortrag des Instituts für Stadtgeschichte (ISG) statt. Hier beleuchtet Referent Dietmar Osses, Standortleiter der Zeche Hannover in Bochum, die Wanderungsbewegungen der nach Gelsenkirchen gekommenen Arbeitskräfte. Osses ist ein ausgewiesener Spezialist zu Fragen von Wanderungsbewegungen im Ruhrgebiet.
Die Zeche Consolidation war zeitweise die größte Zeche des Ruhrgebiets. Daher brauchte diese stets eine große Anzahl von Arbeitskräften. Schon bald nach Abteufbeginn und erst recht bei der Förderung reichten die Arbeitskräfte aus der Umgebung nicht mehr aus. So wurden im Industrialisierungsprozess schon bald die so genannten „Ruhrpolen“ aus den preußischen Ostprovinzen angeworben. Gerade die Zeche Consolidation war eine derjenigen im Raum Gelsenkirchen mit einem besonders hohen Anteil an zugewanderten Arbeitskräften. Im Wiederaufbau-Boom nach dem Zweiten Weltkrieg wurden erneut dringend Arbeiter gesucht und nun holte man zahlreiche als „Gastarbeiter“ bezeichnete Arbeitskräfte, vor allem aus der Türkei, aber auch aus anderen Staaten.
Der Vortrag ist Teil einer dreiteiligen Reihe anlässlich des 150. Jahrestages des Beginns der Arbeiten zur Errichtung der Zeche Consolidation .Das Institut für Stadtgeschichte beleuchtet im Rahmen des umfangreichen Veranstaltungsprogramms die Geschichte der Zeche und des sich um die Zeche entwickelnden heutigen Gelsenkirchener Stadtteils und seiner Menschen.