06. November 2013, 10:54 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Das Museum Schloss Horst (Turfstraße 21, GE-Horst) fragt unter „Renaissance und mehr … Wissenschaftliche Vortragsreihe“ am Dienstag, 12. November, um 19 Uhr „Wilhelm Vernuken – ein Baukünstler ‚zwischen den Stühlen’?“. Die Antwort gibt Dr. Barbara Rinn, eine Spezialistin für Stuck- und Innendekoration sowie Architekturgeschichte. Der Eintritt ist frei.
Wilhelm Vernuken/Vernukken oder Vernucken (um 1542 - 1607) - erstmalig erwähnt in Zusammenhang mit dem Baugeschehen am Schloss Horst (Gelsenkirchen) - ist zwar als Renaissancebaumeister recht bekannt, und insbesondere die Kölner ehren ihn als Errichter ihrer Rathausvorhalle. Seine Bedeutung als Gestalter von Baudekorationen im „neuen Stil“ der Renaissance in Hessen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland Pfalz ist jedoch bislang noch zu wenig gewürdigt. Dabei ist er einer der Vorreiter dieses Architekturstils in den genannten Ländern, und die Innenausstattungen aus seiner Werkstatt waren in ihrer Zeit im nord- und mitteldeutschen Raum nicht nur stilprägend, sondern fanden auch viele Nachahmer. Wer war also dieser Mann, der die Renaissance in Nord- und Mitteldeutschland direkt oder mittelbar zumindest mit einführte und ohne den möglicherweise auch Dänemark noch länger auf den neuen Stil hätte warten müssen?
Der Vortrag fasst Forschungsstand und neue Erkenntnisse zu diesem Baukünstler zusammen, der weit mehr als nur ein Werkmeister war.
Dr. Barbara Rinn studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Volkskunde in Kiel und London. Zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema Stuck- und Ausstattungsgeschichte sind von ihr bereits erschienen.