13. November 2013, 10:54 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die 10. Staffel der flora-Filmreihe „Projektionen“ blickt in die Fußballstadien und zugleich in die Lebenswelten von Fußballerinnen in Deutschland, Iran, Nordkorea und der Schweiz. Für die Spielerinnen ist der sportliche Wettkampf auch ein gesellschaftlicher Kampf um Anerkennung, um Solidarität, um neue, kraftvolle weibliche Ausdrucksformen. Der Zusammenschluss der Gelsenkirchener Veranstalter für diese Filmreihe (Kulturraum „die flora“ in Kooperation mit der Schalker Fan-Initiative e. V., Gelsensport e. V., Projekt „Schalke macht Schule“ und Schalker Fanprojekt) unterstreicht die besondere Bedeutung dieser Themen auch für den lokalen Mädchen- und Frauensport. Nachdem im Oktober in der flora der Film „Football under Cover“ den Frauenfußball im Iran beleuchtete, wendet sich am Montag, 18. November, um 19:30 Uhr an der Florastraße 26 der österreichische Dokumentarfilm „Hana, dul, sed – Eins, zwei, drei“ dem Frauenfußball in Nordkorea zu.
Der Film erzählt von vier jungen Frauen aus Pjöngjang in Nordkorea, die eine Leidenschaft teilen: das Fußballspiel. Der Sport ermöglichte ihnen lange ein angenehmes Einkommen und versprach ihnen eine hoffnungsvolle Zukunft. Dank ihnen gewann das Team Nordkoreas bei zahlreichen Wettkämpfen und kam so unter die zehn besten Teams der Welt. Doch die Auslandsreisen führten regelmäßig zu ideologischen Auseinandersetzungen, denn als Nationalspielerinnen vertraten sie ein Land, das im Rest der Welt als bizarre Führerkult-Operette berüchtigt ist. Als das Team die Ausscheidung für die Olympischen Spiele in Athen verpatzte, wurden die vier Frauen entlassen. Jede hat sich mittlerweile ein Leben außerhalb des Sports aufgebaut.
Der Film fängt das weitgehend unbekannte Leben in dem hermetischen kommunistischen Staat - von seinen imposanten Monumenten und pathetischen Gesten bis zu ganz alltäglichen Situationen - wie beiläufig ein.
Eintritt: 3,50 € bzw. ermäßigt 3,00 € (Schüler/-innen, Student/-innen, Auszubildende und Schwerbehinderte nach Vorlage des Ausweises). Der Film läuft im Original mit deutschen Untertiteln.
Diese 10. „Projektionen“-Filmreihe wird am 9. Dezember mit „Pizza Bethlehem“ abgeschlossen, ein Film, der sich mit der multikulturellen Vielfalt einer Mädchen-Mannschaft in der Schweiz befasst.