13. November 2013, 10:55 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In seiner Reihe „Neuer Deutscher Film“ zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag/Montag, 17./18. November, im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6, GE-Buer) „Zwei Leben“ von Georg Maas. Als „Literatur im Film“ steht am Dienstag/Mittwoch, 19./20. November, „Die schönen Tage“ von Marion Vernoux auf dem Programm.
Die Vorstellungen in der Schauburg beginnen am Sonntag um 12:45 Uhr und am Montag und Dienstag um 18 und 20:30 Uhr. Die Mittwochvorstellung in Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) startet um 19:30 Uhr. Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Georg Maas’ „ZWEI LEBEN wirkt lange nach, weil der (auf umfangreichen Recherchen basierende) Film das spannend und bewegend inszenierte Familiendrama mit der Aufarbeitung eines langen Schattens der Vergangenheit verknüpft, der sich wiederum durch beide Diktaturen auf deutschem Boden zieht.“ (TEXTEZUMFILM.DE) Nominiert als deutscher Kandidat für den „Oscar“ 2014 in der Kategorie „Bester nichtenglischsprachiger Film“; ausgezeichnet u. a. mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“. — In einem idyllischen Küstendorf nahe der norwegischen Stadt Bergen führt Katrine (Juliane Köhler) ein glückliches Familienleben. Doch mit dem Fall der Berliner Mauer 1989 und der politischen Neuordnung Europas holt sie die Vergangenheit ein. Die Tochter einer Norwegerin und eines deutschen Soldaten wurde von den Nationalsozialisten im Rahmen des perfiden „Lebensborn“-Programms nach Ostdeutschland verschleppt und dort aufgezogen. Jahre später gelang Katrine die Flucht aus der DDR zurück nach Norwegen, wo sie ihre Mutter Åse (Liv Ullmann) aufspüren konnte. Der junge deutsche Anwalt Sven Solbach (Ken Duken) will nun vor dem Europäischen Gerichtshof auf Wiedergutmachung zugunsten der entführten Kinder und deren Mütter klagen. Dafür benötigt er insbesondere Katrines und Åses Aussagen. Je mehr Katrine allerdings von ihrer Biografie preisgibt, umso tiefer verstrickt sie sich in ein Netz aus Widersprüchen. Wer ist diese Frau wirklich?
„Weder sentimental noch kitschig, sondern wunderbar leicht inszeniert Marion Vernoux die scheinbar klassische Dreiecksgeschichte um einen Mann, eine Frau und ihren jugendlichen Liebhaber. Die romantisch prickelnde Tragikomödie DIE SCHÖNEN TAGE ist vor allem eine Hommage an die immer noch unwiderstehliche, selbstbewusste französische (Schauspielikone) Fanny Ardant, die sich selbst im Alter mit Leidenschaft und Charme dem Leben und seinen amourösen Abenteuer stellt“. (PROGRAMMKINO.DE) — Zahnärztin Caroline (Fanny Ardant) ist vor Kurzem aus dem Berufsleben ausgestiegen. Die gemeinsame Praxis führt Ehemann Philippe (Patrick Chesnais) jetzt allein weiter. Eigentlich könnte die attraktive 60-Jährige den Ruhestand genießen, aber sie weiß nicht wirklich, was sie mit der vielen Zeit anfangen soll. Um sie zu inspirieren, erhält sie von ihren beiden erwachsenen Töchtern ein Schnupperabo für den Seniorenclub „Die schönen Tage“, der u. a. Töpfer-, Gymnastik- und Schauspielkurse anbietet. Vor Ort sieht Caroline die schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Sie fühlt sich völlig deplatziert – bis sie Julien (Laurent Lafitte), den Leiter des Computerseminars, kennenlernt. Sie kann es kaum glauben, dass ihr der sympathische, 20 Jahre jüngere Charmeur unmissverständlich Avancen macht.