20. November 2013, 10:57 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Zu veränderten Spielzeiten präsentiert das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag, 24. November, um 11 Uhr und am Montag, 25. November, um 18 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) Edgar Reitz’ 225 Minuten langes Historiendrama „Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht“. Für diesen Film beträgt der Eintritt 8 Euro.
Zum normalen KoKi-Preis (4 Euro, ermäßigt 3,50 Euro) läuft am Dienstag, 26. November, um 18 und 20:30 Uhr am gleichen Ort „Ummah – Unter Freunden“.
In „Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht“ erzählt Regisseur Edgar Reitz die Vorgeschichte zu seinem gefeierten HEIMAT-Epos. Entstanden ist eine der brillantesten deutschen Kinoproduktionen der vergangenen Jahre, die inhaltlich, inszenatorisch und schauspielerisch tief beeindruckt. „Ein grandioses, die Augen bezauberndes und zu Herzen gehendes Meisterwerk, das man keinesfalls verpassen darf.“ (SZ) Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“.
Mitte des 19. Jahrhunderts leidet die deutsche Bevölkerung – vor allem auf dem Land – unter Hungersnöten, Armut und Willkürherrschaft. Immer mehr Menschen beschließen, die Heimat zu verlassen, um in weiter Ferne das Glück zu suchen. Davon träumt auch Jakob Simon (Jan Dieter Schneider), der jüngste Sohn des Schmieds von Schabbach, einem kleinen Dorf im Hunsrück. Er plant, zusammen mit seiner großen Liebe Jettchen (Antonia Bill) nach Südamerika auszuwandern. Dort will er fremde Kulturen kennenlernen und schillernde Abenteuer erleben. Das Fernweh des jungen Mannes stößt jedoch bei den Familienangehörigen auf Unverständnis. Als der streitbare, ältere Bruder Gustav (Maximilian Scheidt) aus dem preußischen Militärdienst zurückkehrt, löst dies eine Reihe ungeahnter Ereignisse aus, die Jakobs Leben eine ganz andere Richtung geben.
„Ich wollte schon immer eine Geschichte erzählen, die in der islamischen Kultur in Deutschland spielt und eine realistische, kritische und auch humorvolle Perspektive einnimmt.“ Diesem Anspruch ist Cüneyt Kaya mit „Ummah – Unter Freuden“ absolut gerecht geworden, denn der erste Spielfilm des deutsch-türkischen Regisseurs liefert ein überzeugendes Abbild einer anderen deutschen Realität – „authentisch, liebenswert und frei von Stereotypen und Klischees“. (PROGRAMMKINO.DE) Ein sehenswertes Debüt, das ganz unverkrampft für ein Miteinander der Kulturen wirbt. Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“.
Daniel (Frederick Lau), ein verdeckt operierender Ermittler des Verfassungsschutzes, muss nach einem missglückten Einsatz gegen Rechtsterroristen untertauchen. Dafür wird ihm eine heruntergekommene Berliner Wohnung bereitgestellt – ausgerechnet inmitten eines türkischarabischen Viertels. Als Daniel beschließt, einen Fernseher zu kaufen, trifft er auf Abbas (Kida Khodr Ramadan) und dessen Kumpel Jamal (Burak Yigit), die neben Elektrogeräten auch – selbstverständlich professionelle – Reparaturdienste anbieten. Zunächst gilt es, ein paar kleinere Missverständnisse und größere Vorurteile zu überwinden, ehe sich eine wunderbare Freundschaft zwischen den dreien entwickelt. Doch dann holen die Schatten der Vergangenheit Daniel und seine neuen Freunde ein.