21. November 2013, 12:29 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die Geschichte Gelsenkirchens ist auch eine Geschichte der Zuwanderung. Um die facettenreiche Geschichte der Arbeitsmigration einer breiten Gelsenkirchener Öffentlichkeit zugänglich zu machen, plant das Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen (ISG) in Kooperation mit der Universität Münster und „Raumzeit“ – Büro für Ausstellungsgestaltung und Kommunikationsdesign, eine Ausstellung, die im kommenden Jahr im Hans-Sachs-Haus gezeigt werden soll.
Aus drei Ausstellungskonzepten, die von Studierenden der Universität Münster 2013 im Rahmen eines Seminars entwickelt wurden, wählte das ISG das Konzept „Heimat Heimisch Einheimisch“ für die konkrete Umsetzung aus. Die Ausstellung möchte alle vier in Gelsenkirchen lebenden Generationen mit Migrationshintergrund zu Wort kommen und dem Besucher den Wandel von der Einwanderungsstadt zur Heimat miterleben lassen. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen daher Interviews, in denen Menschen mit Migrationshintergrund ihre persönliche Geschichte in und mit Gelsenkirchen erzählen.
Für die zweite Projektphase sucht das ISG daher Interviewpartner, die bereit sind, ihre Geschichte(n) zu erzählen. Sie können in Gelsenkirchen geboren sein oder seit Jahren hier leben, Gelsenkirchen kann für sie aber auch eine wichtige Lebensstation gewesen sein.
Wer sich zu diesem Personenkreis zählt und seine Geschichte erzählen möchte, kann das in einem Interview mit dem ISG tun. Die Interviews werden im Januar 2014 von Studierenden der Universität Münster geführt. Termin und Ort sind flexibel und werden in Absprache festgelegt. Für einen Interviewtermin können sich Interessierte bis zum 13. Dezember 2013 anmelden.
Falls kein direktes Interview gewünscht wird oder zeitliche Gründe dagegen sprechen, kann die Geschichte auch schriftlich festgehalten und bis zum 31. März 2014 an das ISG gesendet werden.
Ansprechpartner für Interview-Anmeldungen und die Zusendung schriftlicher Beiträge ist Mehmet Ayas (Tel. 0209/169-8552, E-Mail: meh-met.ayas@gelsenkirchen.de), Institut für Stadtgeschichte, Wissenschaftspark, Munscheidstraße 14, 45886 Gelsenkirchen.
Als grober Leitfaden für einen schriftlichen Beitrag kann man sich an folgenden Fragen orientieren:
a) Wann und unter welchen Umständen wurde Gelsenkirchen einmal zu ihrer »Heimat« - warum wurde es aber vielleicht auch nicht zu ihrer »Heimat«?
b) Warum fühlten Sie sich ab einem gewissen Moment in Gelsenkirchen »heimisch« (oder warum nicht), was oder wer wirkte diesbezüglich auf Sie ein, wie zeigte sich dieses neue Gefühl in ihrem Alltag?
c) Ab wann wurden Sie zu einem/einer »Einheimischen« - oder aber, warum werden Sie sich nie »einheimisch« fühlen können?
Aus den Interviews und den schriftlichen Lebensberichten wird eine Auswahl getroffen, die innerhalb der Ausstellung präsentiert wird. Bevor einzelne Beiträge genutzt werden, hält das ISG selbstverständlich Rücksprache mit den Einsendern. Ohne die jeweilige Zustimmung wird kein Interview oder schriftlicher Lebensbericht veröffentlicht.
Das ISG hofft auf eine positive Resonanz, die es ermöglicht, die vielfältige(n) Geschichte(n) der Einwanderungsstadt Gelsenkirchen zu zeigen.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedanken sich bereits im Voraus herzlich für die Offenheit und Kooperation!