28. November 2013, 11:16 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In seiner Reihe „Literatur im Film“ zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag/Montag, 1./2. Dezember, sowie am Mittwoch, 4. Dezember, den US-amerikanischen Spielfilm Liberace – Zuviel des Guten ist wundervoll“ (Behind the Candelabra). Am Dienstag, 3. Dezember, steht „00 Schneider – Im Wendekreis der Eidechse“ als „Neuer Deutscher Film“ auf dem Programm.
Die Vorstellungen beginnen am Sonntag um 12:45 Uhr sowie am Montag und Dienstag um 18 und 20:30 Uhr in der Schauburg. Die Mittwochvorstellung in der Gesamtschule Ückendorf fängt um 19:30 Uhr an. Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Wladziu Valentino Liberace (1919 - 1987) zählt zu den wohl schillerndsten Berühmtheiten der 1950er- bis 1970er-Jahre. Als Klaviervirtuose, Entertainer in Las Vegas und Superstar der pompösen Shows lag ihm weltweit ein Millionenpublikum zu Füßen. Der Erfolg ermöglichte ihm einen luxuriösen Lebensstil: Lange Pelzmäntel, glitzernde Kostüme, goldene Kerzenständer und massenhaft teurer Schmuck waren Liberaces Markenzeichen. Wie es hinter der funkelnden Fassade aussah, zeigt Steven Soderberghs faszinierendes Biopic. „Liberace – Zuviel des Guten ist wundervoll“. Basierend auf Scott Thorsons Autobiografie „Behind the Candelabra – My Life with Liberace“ (Co-Autor: Alex Thorleifson) hat der amerikanische Ausnahmeregisseur ein teils umwerfend komisches, teils tief berührendes Charakterporträt geschaffen, das von zwei überragenden Hauptdarstellern getragen wird und sich immer mehr vom äußeren Glamour zu inneren Abgründen bewegt. Ausgezeichnet mit 11 „Emmy Awards“ 2013, darunter in den Kategorien „Beste Miniserie oder Spielfilm“, „Beste Regie“ und „Bester Hauptdarsteller“ (Michael Douglas).
Im Sommer 1977 beginnt der überaus erfolgreiche Pianist und Entertainer Liberace (Michael Douglas) eine Affäre mit Scott Thorson (Matt Damon), einem attraktiven, naiven jungen Mann aus der Provinz, den der exzentrische Künstler zum Prinzen an seiner Seite verwandeln soll. Zwischen den beiden entwickelt sich eine enge, über Jahre streng geheim gehaltene Liebesbeziehung. Diese ist ebenso geprägt von Leidenschaft und großen Gefühlen wie von Eifersucht und Eitelkeiten.
In der Jurybegründung zur Vergabe des FBW-Prädikats„wertvoll“ für „00 Schneider – Im Wendekreis der Eidechse“ heißt es: „Helge Schneider kehrt nach langer Abwesenheit zurück auf die Kinoleinwand und bringt mit, wofür ihn (die) Fans lieben und feiern: anarchischen Humor, der bis an die Schmerzgrenze gegen Pointen kämpft und immer dann den größten Witz entfaltet, (wenn) die Gags ins Leere laufen. Doch ganz nebenbei gelingt (...) Schneider auch ein Film mit großartiger Ausstattung, wunderbarer Licht und Farbkomposition und einem grandiosen Location-Mix zwischen Mülheim und Almeria. Unterlegt wird das Ganze von einem exzellenten (Soundtrack), für den natürlich der Meister selbst verantwortlich ist. Ein sympathisches (Leinwandvergnügen), (das) jeden Betrachter belohnt, der sich darauf einlässt.“
Vor Kommissar 00 Schneider (Helge Schneider) liegen große Herausforderungen: Er schreibt an seinen Memoiren, hat Besuch von einer ihm unbekannten Tante aus Amerika und muss natürlich knifflige Kriminalfälle lösen. Gerade erst ist es dem genialen Ermittler gelungen, einem heimtückischen Sittenstrolch das schmutzige Handwerk legen, da gilt es auch schon, den Überfall auf einen Tabakladen aufzuklären und das Schicksal eines spurlos verschwundenen Huhns zu ergründen. Schnell ahnt Schneider, dass Jean-Claude Pillemann (Rocko Schamoni) dahinter stecken könnte. Der sich wie ein Reptil bewegender und deshalb „Eidechse“ genannter Kettenraucher gilt nicht nur wegen seiner ätzendenSpucke als gemeingefährlich.