04. Dezember 2013, 11:58 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden sich am Samstag zur Fachtagung der Gelsenkirchener Familienzentren im Wissenschaftspark ein. Ziel der Veranstaltung war es, die Netzwerke und Kooperationen vor Ort darzustellen und Visionen für die Zukunft zu entwickeln.
Seit dem Start des Landesprogramms "Familienzentren NRW" im Jahre 2006 wurden in Gelsenkirchen sukzessive Tageseinrichtungen für Kinder zu Familienzentren ausgebaut. Inzwischen gibt es 29 zertifizierte Familienzentren im gesamten Stadtgebiet. Neben der Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern in der Tageseinrichtung bieten Familienzentren passgenaue Angebote für alle Eltern im Stadtteil. Sie sind Anlaufstellen für alle Fragen rund um Familie.
Solche Angebote können nur in funktionierenden Netzwerken durch eine verbindliche Zusammenarbeit mit Personen und Diensten gelingen, die in tangierenden Arbeitsfeldern tätig sind. So sind die Familienzentren trägerübergreifend mit den umliegenden Tageseinrichtungen für Kinder und Schulen vernetzt, aber auch mit städtischen Dienststellen wie der Familienförderung oder der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern, Familienbildungsstätten, Sportvereinen, Ärzten, Therapeuten und vielen weiteren Kooperationspartnern. Weit über 100 Netzwerkpartner sind dies stadtweit. Netzwerkarbeit bedeutet jedoch auch, diese immer wieder kritisch zu hinterfragen und mit allen Beteiligten abzustimmen.
In seinem Grußwort stellte Oberbürgermeister Frank Baranowski die Wichtigkeit von Familienzentren als Anlaufstellen für Familien im Stadtteil dar. Wie wichtig ihm das Thema ist zeigt auch, dass, so der Moderator Tom Jost in seiner Begrüßung, wenn man seinen Namen in Verbindung mit dem Wort „Kita" in eine Internetsuche eingibt, über 55000 Treffer erscheinen.
Ein Fachvortrag von Prof. Dr. Claus Reis von der Fachhochschule Frankfurt und die Vorstellung der „Lotsenbox“ als Best-Practice-Beispiel führten in das Thema ein. Im Anschluss bot die Tagung durch Workshops externer Experten aber auch durch den Austausch der Fachkompetenzen vor Ort in einem „Weltencafé“ den Netzwerkakteuren die Möglichkeit, sich konstruktiv mit dem Thema auseinander zu setzen. Im begleitenden Markt der Möglichkeiten wurden die bestehenden Netzwerke und die daraus resultierenden Angebote auf Stadtteilebene anschaulich dargestellt.
Diese Angebote sind ein Zugewinn - sowohl für das initiierende Familienzentrum aber auch für die kooperierenden Institutionen und Personen, vor allem aber für die Familien und deren Kinder in Gelsenkirchen.
Für Rückfragen steht Markus Bühler, Koordinator der Gelsenkirchener Familienzentren, unter der Rufnummer 0209/169-9437 zur Verfügung. Ein Foto der Veranstaltung befindet sich im Anhang.