08. Januar 2014, 10:59 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Am Sonntag/Montag, 12./13. Januar, zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen in der Schauburg (Horster Straße 6) den deutschen Spielfilm „Frau Ella“ in der Monatsreihe „Generationen“. Als „Filmentdeckung“ folgt am Dienstag, 14. Januar“, der Spielfilm „Stein der Geduld“, der aus Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Afghanistan produziert wurde.
Vorstellungsbeginn ist am Sonntag um 12:45 Uhr sowie am Mon- und Dienstag um 18 und 20:30 Uhr.
Markus Gollers Film „Frau Ella“ nach dem Roman von Florian Beckerhoff erzählt im Stil einer leichtfüßigen Roadmovie-Komödie, die bei allem Humor auch ernste Töne anschlägt, die Geschichte einer inspirierenden Freundschaft zwischen den Generationen. Entstanden ist ein charmantes, warmherziges Kinovergnügen, in dem Ruth Maria Kubitschek ein famoses Leinwand-Comeback gibt. Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „wertvoll“. — Der 30-jährige Sascha (Matthias Schweighöfer) fällt aus allen Wolken, als er erfährt, dass seine Freundin Lina (Anna Bederke) von ihm schwanger ist. Ein Familienleben kann er sich beim besten Willen nicht vorstellen. Unter dem Schock der Hiobsbotschaft verursacht er einen Unfall und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Dort hütet er das Bett neben der 87-jährigen Ella (Ruth Maria Kubitschek), die ihm gewaltig auf die Nerven geht. Doch dann drängen die Ärzte die rüstige Seniorin zu einer ebenso unnötigen wie riskanten Operation – und Sascha packt das Mitleid. Er flüchtet mit Ella aus dem Krankenhaus und beschließt, der vereinsamten alten Dame einen sehnlichen Wunsch zu erfüllen: nach Paris zu reisen, um ihre große Jugendliebe wiederzufinden.
Getragen von einer grandiosen Hauptdarstellerin überzeugt Atiq Rahimis Leinwand-Adaption seines eigenen, vielfach prämierten Romans „Stein der Geduld“ als ein ergreifendes, dramaturgisch präzises und visuell bestechendes Plädoyer für Emanzipation. Afghanischer Kandidat für den „Oscar“ 2013 in der Kategorie „Bester nichtenglischsprachiger Film“; ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“. — Ein karges Zimmer in einer afghanischen Stadt. Eine junge Frau (Golshifteh Farahani) kniet an der Seite ihres schwer verwundeten Ehemanns, der im Koma liegt. Draußen sind Schüsse zu hören, im Zimmer herrscht Stille. Dann beginnt die Frau zu reden. Sie erzählt dem Verletzten, was sie vorher nie zu sagen wagte, spricht von dem Drama, das die Ehe für sie bedeutet, von Wünschen und Geheimnissen. Der Mann wird zum „Stein der Geduld“ – ohne zu urteilen nimmt er alles in sich auf. Doch wie viel kann ein „Stein der Geduld“ ertragen, bevor er zerspringt?