15. Januar 2014, 10:58 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Am Sonntag/Montag, 19./20. Januar, präsentiert das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen in seiner Monatsreihe „Generationen“ die französisch-deutsche Produktion „Exit Marrakech“ von Caroline Link. Am Dienstag, 21. Januar, folgt der neue deutsche Dokumentarfilm „Alphabet“.
Alle Filme laufen im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6), und zwar am Sonntag ab 12:45 Uhr sowie am Mon- und Dienstag ab 18 und 20:30 Uhr. („Alphabet“ wird auch am Mittwoch, 29. Januar, um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf gezeigt.) Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Vor der faszinierenden Kulisse Marokkos entfaltet Caroline Link (JENSEITS DER STILLE; NIRGENDWO IN AFRIKA; IM WINTER EIN JAHR) mit „Exit Marrakech“ ein sensibles, vielschichtiges Drama um eine schwierige Vater-Sohn-Beziehung und den Prozess des Erwachsenwerdens. Zudem erforscht die deutsche „Oscar“-Preisträgerin aus der unverbrauchten Perspektive des Jugendlichen Ben die Begegnung mit einer fremden Kultur und findet dafür beeindruckende Bilder. Offizieller Beitrag zu den Filmfestivals in Toronto, Rio de Janeiro und Zürich sowie zum „Filmfest München“ (alle 2013). — Der 16-jährige Internatsschüler Ben (Samuel Schneider) fliegt nach Marrakech, wo er die Sommerferien bei seinem geschiedenen Vater Heinrich (Ulrich Tukur) verbringen soll. Dieser ist ein gefeierter Bühnenregisseur, der vor Ort an einem internationalen Theaterfestival teilnimmt. Die beiden haben sich schon lange nicht mehr gesehen – und sie verbindet scheinbar kaum mehr etwas miteinander. Schon bald unternimmt Ben auf eigene Faust Erkundungstouren durch die exotische Stadt. Dabei lernt er eine junge Marokkanerin (Hafsia Herzi) kennen, der er in ihr entlegenes Heimatdorf folgt, ohne Heinrich darüber zu informieren. Zunächst widerwillig, dann zunehmend beunruhigt begibt sich der Vater auf die Suche nach dem verschwundenen Sohn.
Nach WE FEED THE WORLD – ESSEN GLOBAL und LET’S MAKE MONEY schließt der renommierte österreichische Dokumentarfilmer Erwin Wagenhofer nun mit ALPHABET seine Trilogie über die Krise der modernen Gesellschaft ab. In den Fokus gerät diesmal das Bildungssystem, dessen Ursprünge, Funktionen und Ziele hier kritisch beleuchtet werden. Wagenhofer geht es allerdings um viel mehr als eine bloße Bestandsaufnahme bestehender Strukturen, denn er will mögliche Alternativen aufzeigen, die kreatives Denken und lösungsorientiertes Handeln fördern. Dazu lässt er u. a. den Erziehungswissenschaftler Ken Robinson, den Hirnforscher Prof. Dr. Gerald Hüther und den Pädagogen Arno Stern zu Wort kommen. Aus den verschiedenen Versatzstücken entsteht „ein hochinteressanter Film über gravierende Probleme der Gegenwart – und Chancen für die Zukunft.“ (DOKUKANAL) Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“.