15. Januar 2014, 14:58 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Heinrich Alt, Vorstand Grundsicherung der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg, besuchte gestern das Integrationscenter für Arbeit Gelsenkirchen – das Jobcenter (IAG). Alt folgte damit der Einladung von Karl Tymister, Leiter der Agentur für Arbeit Gelsenkirchen, die in der Trägerversammlung* des IAG angeregt wurde. Alt diskutierte mit Vertretern der Kommunalpolitik, der Stadtverwaltung und der Arbeitsagentur über lokale Herausforderungen und Lösungen auf dem Arbeitsmarkt. Thema waren die besonderen Rahmenbedingungen und mögliche Perspektiven für langzeitarbeitslose Menschen.
Im Kern ging es um die Frage, wie die sich verfestigende Langzeitarbeitslosigkeit wirksam verringert und den betroffenen Menschen eine Perspektive aufgezeigt werden kann.
„Das besondere Engagement des IAG in Gelsenkirchen bei der Integration von Langzeitarbeitslosen hat mich beeindruckt. Im Gelsenkirchener Jobcenter wird gute Arbeit geleistet“, so Alt. „Auch wenn es das Ziel sein muss, die Ergebnisse im bestehenden Rahmen stets weiter zu verbessern, ist doch klar, dass die Probleme des lokalen Arbeitsmarktes mit den vorhandenen Instrumenten nicht vollständig zu lösen sind. Gelsenkirchen mit seiner besonderen Arbeitsmarktsituation bietet sich an, um neue Ideen der Arbeitsmarktpolitik zu erproben. Es geht darum, neue Wege zu finden, um die vermeintlichen Reservespieler und Ausgewechselten wieder aufs Spielfeld zu holen“.
Für den Gelsenkirchener Oberbürgermeister Frank Baranowski war diese Aussage Heinrich Alts auch eine klare Bestätigung die bisherige Arbeitsweise der Stadt und des IAG. „Mit dem Gelsenkirchener Appell für einen sozialen, öffentlich geförderten Arbeitsmarkt haben wir einen solchen Weg aufgezeigt. Die inhaltliche Unterstützung von der Spitze der Bundesagentur für Arbeit für neue Wege auf dem Arbeitsmarkt können wir gut gebrauchen. Jetzt geht es darum, die Entscheidungsträger in Berlin genauso von der Richtigkeit neuer Ideen zu überzeugen.“
*Das Integrationscenter für Arbeit Gelsenkirchen – das Jobcenter (IAG)wird von der Stadt Gelsenkirchen und der Arbeitsagentur als gemeinsame Einrichtung betrieben. Die Trägerversammlung setzt sich zusammen aus Vertreter/-innen beider Träger. Sie entscheidet über die wichtigsten organisatorischen und personalwirtschaftlichen Angelegenheiten, stellt einheitliche Grundsätze der Qualifizierungsplanung und Personalentwicklung auf und stimmt das örtliche Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm der Grundsicherung für Arbeitssuchende unter Beachtung der Zielvorgaben der Träger ab.