27. Januar 2014, 13:47 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Diese Meldung ist vom 27. Januar 2014, 13:47 Uhr. Gegebenenfalls sind einzelne Inhalte oder der gesamte Artikel nicht mehr aktuell. Für aktuelle Meldungen der Stadt Gelsenkirchen klicken Sie bitte auf https://www.gelsenkirchen.de/aktuelles
GE. Warum kommen Menschen aus Südosteuropa verstärkt nach Deutschland und wie leben sie in ihren Heimatländern? Diesen Fragen ist Karin Welge, Vorstand für Arbeit und Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadt Gelsenkirchen, als Mitglied einer Delegation des Deutschen Städtetages vor Ort in Rumänien nachgegangen.
Auf Einladung der rumänischen Regierung hat sie am Wochenende über die Probleme durch Zuwanderung aus Rumänien diskutiert und die Situation in den Wohngebieten in Augenschein genommen. In den Gesprächen ging es auch darum, zu erkunden, wie die Lebenssituation der Menschen in Rumänien verbessert werden kann, um ihnen in ihrer Heimat eine Perspektive zu eröffnen.
Im Fokus der Gespräche standen die Themen Bildung, berufliche Bildung, Arbeitsbeschaffung und soziale Integration der Roma-Minderheiten und sonstiger sozial benachteiligter Gruppen vor Ort.
„Wir haben gesehen, dass es in Rumänien durchaus ernsthafte Bemühungen gibt, den Menschen in den Armutsvierteln zu helfen, ihnen den Zugang zu Bildung und Ausbildung zu ermöglichen. Allerdings stehen diese Bemühungen noch sehr am Anfang. Hier ist die Europäische Union gefordert, um den Organisationen in Rumänien und Bulgarien zu unterstützen. Nur so kann Hilfe vor Ort angeboten werden. Wir erwarten einen noch deutlicheren Diskurs Brüssels mit dem Vollmitgliedsstaat im Hinblick auf seine Strategien zum Ausbau eines flächendeckenden chancengleichen Bildungs- und Gesundheitsangebotes insbesondere auch für die Minderheiten im Lande.“
Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Gelder der EU, die Rumänien aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zustehen, bisher nur in geringem Ausmaß abgerufen wurden, geht es auch darum, den rumänischen Kommunen bei der Antragstellung für solche Mittel und als Partner in konkreten EU-finanzierten Projekten in Rumänien zur Seite zu stehen.
Beide Seiten vereinbarten den Gesprächsfaden aufrecht zu erhalten und weitere Schritte zur Umsetzung der diskutierten Kooperationen zu prüfen.