29. Januar 2014, 11:27 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. „Ihre Sorgen nehmen wir ernst“ ist eine Information der Stadt zum Thema Zuwanderung aus Südosteuropa überschrieben, die sich an Anwohner und Nachbarn einiger Straßen im Stadtgebiet richtet. Ganz praktisch geht es dabei um die schnelle Hilfe, wenn verkehrswidrig abgestellte Autos, Lärm oder wilde Müllentsorgung für Unmut sorgen. Darüber hinaus zeigt die Info aber auch, wie Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche oder die Arbeit von Sozialarbeiterinnen und –arbeitern die Integration der Zugewanderten unterstützen sollen. Einen Einblick in ihr Leben gibt das Porträt einer Familie aus dem rumänischen Plovdiv, die sich nach und nach in Gelsenkirchen einlebt.
Die Info hat eine Auflage von 17.000 Exemplaren und wird in bestimmten Straßen der Stadtteile
Ückendorf, Schalke, Bismarck, Rotthausen, Bulmke-Hüllen, Feldmark sowie der Neustadt am Donnerstag, 30. Januar, verteilt.
„Die Anwohner-Information ist ebenso Teil des städtischen Handlungskonzeptes wie die bereits im vorigen Jahr herausgegebene Broschüre für Zugewanderte in den Landessprachen der Herkunftsländer“, erläutert Karin Welge, Vorstand für Arbeit und Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadt Gelsenkirchen.
Wie das gesamte Handlungskonzept der Stadt hat auch das Anwohnerinfo zwei Ziele. „Zum einen soll deutlich werden, dass die Stadt die Wohnquartiere im Blick hat und handlungsfähig ist, um Recht und Ordnung zu gewährleisten. Zum anderen zeigt es, was von Seiten der Stadt, aber auch der Zugewanderten selbst, getan wird, um eine Integration in das städtische Leben zu schaffen“, skizziert Hans-Joachim Olbering vom Projektteam Zuwanderung der Stadt Gelsenkirchen.
Reportagen geben Einblicke in die tägliche Arbeit des Kommunalen Ordnungsdienstes oder in den Schulalltag in Interkulturellen Förderklassen. Auch mit so manchem Vorurteil, vielen kursierenden Gerüchten und Fehlinformationen räumt die Info auf. „Die Stadt duldet zum Beispiel kein aggressives Betteln. Und sie bringt auch keine Zugewanderte in bestimmten Häusern unter. Wir gehen vielmehr im Rahmen städtischer Möglichkeiten gegen skrupellose Hausbesitzer vor, die versuchen mit heruntergekommenen Immobilien Geld zu machen und tun, was in unserer Macht steht, um die Schulpflicht durchzusetzen“, verdeutlicht Hans-Joachim Olbering.
Die Info richtet sich an Anwohnerinnen und Anwohner im direkten und weiteren Umfeld von Häusern, die von Zugewanderten aus Südosteuropa bewohnt werden. „Damit greift die Stadt auch ein von den Nachbarn häufig formuliertes Informationsbedürfnis auf und macht ein entsprechendes Angebot“, so Sozialdezernentin Karin Welge.