05. Februar 2014, 11:02 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Als „Filmwunsch“ zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag, 9. Februar, um 12:45 Uhr sowie am Montag, 10. Februar, um 18 und 20:30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) die deutsche Komödie „Fack ju Göhte“. Am Dienstag, 11. Februar, um 18 und 20:30 Uhr läuft am gleichen Ort in der Monatsreihe „Künstler“ der französisch-polnische Film „Venus im Pelz“. In der gleichen Reihe steht am Mittwoch, 12. Februar, um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf „The Artist“ auf dem KoKi-Programm.
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Bora Dagtekins (TÜRKISCH FÜR ANFÄNGER) freche, temporeiche Komödie „Fack ju Göhte“, die hierzulande zum erfolgreichsten Kinofilm 2013 avancierte, spielt genussvoll mit Klischees, um aus ihnen Wahrheiten herauszukitzeln. Dadurch grenzt sich der Film deutlich von oberflächlichen Klamauk-Possen ab und gerät zum intelligenten Leinwandspaß, der zwischen Realsatire und witziger Filmfantasie einen bissig-ironischen Kommentar zur Misere im deutschen Bildungssystem liefert. Ausgezeichnet mit dem Publikumspreis des „Bayerischen Filmpreises“ 2014. — Einen Aushilfslehrer wie Zeki Müller (Elyas M’Barek) hat die überkorrekte Referendarin Lisi Schnabelstedt (Karoline Herfurth) noch nicht erlebt: Er sieht blendend aus, verfügt über ein loses Mundwerk und bekommt mit seinen ruppigen Lehrmethoden sogar die Chaotenklasse 10b in den Griff. Hin- und hergerissen zwischen Bewunderung und Abscheu ahnt Lisi nicht, dass „Herr Müller“ frisch aus dem Knast kommt und sich eigentlich nur die Diebesbeute, die unter der neuen Turnhalle der Goethe-Gesamtschule vergrabene liegt, schnappen will. Als sie das kriminelle Geheimnis lüftet, ist sie Zekis rauem Charme längst verfallen.
Roman Polanskis (DER PIANIST; DER GOTT DES GEMETZELS) Leinwand-Adaption „Venus im Pelz“ des auf Leopold von Sacher-Masochs Novelle basierendem Theaterstücks von David Ives bietet ein doppelbödiges, wunderbar sarkastisches und grandios gespieltes Kinovergnügen, das den Kampf der Geschlechter anhand eines erotisch aufgeladenen und dabei ausgesprochen amüsanten Kammerspiels voller überraschender Regieeinfälle beobachtet. Offizieller Beitrag zu den Filmfestivals in Cannes, Warschau und Thessaloniki (alle 2013). — Der Pariser Theaterregisseur Thomas (Mathieu Amalric) hat einen langen Casting-Tag hinter sich und muss ernüchtert feststellen, dass keine der Bewerberinnen für das Stück „Venus im Pelz“ seinen Vorstellungen entspricht. Da taucht plötzlich die energiegeladene Vanda (Emmanuelle Seigner) auf. Sie scheint all das zu verkörpern, was Thomas verabscheut: Vanda ist vulgär, naiv und ungebildet. Zudem würde sie vor nichts zurückschrecken, um die Rolle zu bekommen. Nur widerwillig lässt Thomas sie vorsprechen – und erlebt eine erstaunliche Verwandlungsfähigkeit. Die beiden verstricken sich in einem intensiven Spiel, bei dem geheime Wünsche, Begierden und Ängste offengelegt werden.
Der mehrfach ausgezeichnete Schwarz-Weiß-Stummfilm „The Artist“ spielt im Hollywood des Jahres 1927, als der Tonfilm den Stummfilm abzulösen begann. Der gefeierte Stummfilm-Star George Valentin (Jean Dujardin) fürchtet um seine Karriere. Bei einer Filmpremiere lernt er die junge Statistin Peppy Miller (Bérénice Bejo) kennen und lieben. Während Peppy mit dem Tonfilm zum Star aufsteigt, verliert George den Anschluss an die Entwicklung und seinen Produzenten (John Goodmann). Mit eigenem Geld finanziert er einen Stummfilm, den jedoch niemand sehen will. Ehe und Vermögen stehen auf dem Spiel.