05. Februar 2014, 12:07 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Das rund 290 Hektar große Einzugsgebiet des Gewässersystems Springbach liegt zwischen den Siedlungsbereichen der Stadtteile Erle und Resse. Bislang mündet der Bach im Stadtteil Erle noch in die städtische Mischwasserkanalisation. Von dort wird er gemeinsam mit dem Abwasser aus dem Stadtteil Erle über ein Pumpwerk der Emschergenossenschaft in die Emscher gehoben.
Im Zuge des Emscherumbaus wird der Springbach nun durch AGG/Gelsenkanal aus der Mischwasserkanalisation wieder heraus genommen. Er soll in einer eigenen Gewässertrasse verlaufen und voraussichtlich ab 2015 rund 1,2 Kilometer östlich der heutigen Einleitung im freien Gefälle in die Emscher münden. Das neue Gewässer verläuft dabei auf einer Länge von insgesamt rund 1.700 m und beginnt an der heutigen Bachverrohrung an der Sportanlage an der Oststraße. Der neue Springbach wird auf insgesamt 950 Metern offen und als natürlich geprägtes Fließgewässer mit einer Ersatzaue und einer abgeflachten Böschung verlaufen. Der Gewässerumbau sieht auch die Bachöffnung im Unterlauf in der Resser Mark auf rund 600 Metern Länge vor. Für die wegen zu großer Einschnitte erforderlichen rund 750 Meter Bachverrohrung werden von AGG/Gelsenkanal im Vortriebsverfahren Kanalrohre mit einem Durchmesser von 1,60 Meter verlegt werden. Für die Umsetzung der Gesamtmaßnahme werden aktuell Kosten in Höhe von rund 4,8 Mio. € netto veranschlagt.
Der seit Oktober 2013 behördlich genehmigte Gewässerumbau Springbach wurde unter ständiger fachgutachterlicher Beteiligung und in enger Abstimmung mit den Genehmigungsbehörden geplant. Die nun zu realisierende Variante wurde dann als gesamtökologisch sinnvollste Lösung unter Abwägung aller Umweltschutzziele festgelegt.
Da es bei der Entflechtung des Springbaches um ein wasserwirtschaftlich sinnvolles Projekt handelt, hat AGG/Gelsenkanal für die Umsetzung der Maßnahme Zuwendungsbescheide der Bezirksregierung Münster in Höhe von 3,5 Mio € erhalten.
Im Rahmen der Gesamtmaßnahmenumsetzung beginnt AGG/Gelsenkanal nun mit der Freimachung der Baufelder. Erforderliche Rodungsarbeiten werden auf einer Fläche parallel zur Straße Eulenbusch und einem kleineren Abschnitt im Kreuzungsbereich von Münsterstraße und Emscherbruch durchgeführt. Zudem sind Flächen nördlich und südlich der Holzbachstraße in der Resser Mark betroffen. Für die geplante Gewässerumgestaltung müssen rund 3 ha Waldfläche temporär, d.h. in der Zeit der baulichen Umsetzung in Anspruch genommen werden. Nach Abschluss der Umbaumaßnahme erfolgt dann eine Wiederaufforstung dieser Flächen. Für die rund 0,35 ha Waldfläche, welche dauerhaft durch die Gewässertrasse in Anspruch genommen werden, wird in Abstimmung mit den Behörden eine Wiederaufforstung an anderer Stelle im Stadtgebiet vorgenommen.
Die vorlaufenden Rodungsarbeiten müssen aus Gründen des Landschaftsschutzes noch in der vegetationsfreien Periode in der Winterzeit durchgeführt werden. Der Auftrag für die Rodungsarbeiten ist aus diesem Grunde von AGG/Gelsenkanal bereits an einen Fachbetrieb erteilt worden. Mit den Arbeiten kann voraussichtlich schon in den kommenden Tagen begonnen werden. Im Anschluss an die Rodungsarbeiten werden noch ergänzende Bodenuntersuchungen durchgeführt. Der Beginn der Erd- und Rohrverlegungsarbeiten erfolgt im Herbst 2014.