11. Februar 2014, 14:23 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die Stadt Gelsenkirchen wird die ihr möglichen Schritte für die Einrichtung eines Sperrbezirks entlang der Münsterstraße unternehmen. Das macht Oberbürgermeister Frank Baranowski anlässlich der Berichterstattung in der heutigen WAZ-Lokalausgabe Buer zur Prostitution entlang der Münsterstraße deutlich. „Nach meinem Gespräch mit den Anwohnern im Oktober 2013 hat der Kommunale Ordnungsdienst seine Streifen vor Ort verstärkt. Mehrmals täglich sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort. Auch die Polizei bestreift den Bereich intensiv. Doch das scheint nicht mehr auszureichen.“
Die verstärkte Präsenz hat zumindest anfangs zu einer Verbesserung der Situation geführt. Aktuell häufen sich allerdings die Beschwerden der Anwohner über eine zunehmende Verschmutzung der Aufenthaltsorte der Prostituierten. Auch soll es aggressives Verhalten gegenüber Passanten gegeben haben. Die Polizei meldet im Januar 2014 drei Ordnungswidrigkeiten nach Beschwerden über „aggressives Werben“.
Frank Baranowski: „Meine Geduld ist am Ende. Derartige Vorkommnisse sind nicht akzeptabel. Ich habe die Mitarbeiter im Fachreferat gebeten, den Antrag auf Einrichtung eines Sperrbezirks jetzt zu erarbeiten. Dabei setze ich auf die Mitarbeit der Menschen vor Ort, weil wir für die Einrichtung eines Sperrbezirks belastbare Aussagen brauchen.“
Schon im April könnte der Rat der Stadt einen entsprechenden Beschluss fassen, abschließend ist dann die Entscheidung der Bezirksregierung Münster abzuwarten.
Da der Bereich an der Münsterstraße unmittelbar an die Nachbarstadt Herten grenzt und auch dort ähnliche Beobachtungen vorliegen, hat Oberbürgermeister Frank Baranowski das Vorgehen in einem Gespräch mit Hertens Bürgermeister Dr. Uli Paetzel abgestimmt. Die beiden Stadtspitzen haben vereinbart, die Prüfung zur Einrichtung eines Sperrbezirkes eng unter den Kommunen abzustimmen.
Auch der zuständige Präventionsrat wird sich in seiner nächsten Sitzung mit dem Thema beschäftigen.