19. Februar 2014, 11:19 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Als „Autorenfilm“ zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag, 23. Februar, um 12:45 Uhr sowie am Montag, 24. Februar, um 18 und 20:30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) den Spielfilm „Lunchbox“ von Ritesh Batra. „Das Mädchen und der Künstler“ läuft am Dienstag, 25. Februar, zur gleichen Zeit am gleichen Ort im Rahmen der Monatsreihe „Künstler“. In dieser Reihe steht auch „Renoir“ auf dem Programm, den das Kommunale Kino am Mittwoch, 26. Februar, um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) zeigt.
Vor der pulsierenden Kulisse der Millionenmetropole Mumbai entfaltet Ritesh Batra mit „Lunchbox“ behutsam eine bewegende, von leisem Humor durchdrungene Geschichte über die Annäherung zweier einsamer Seelen. Entstanden ist ein melancholisches, bezauberndes modernes Großstadtmärchen, das tief zu Herzen geht. Ausgezeichnet u. a. beim Filmfestival in Cannes 2013 mit dem Publikumspreis der Reihe „Semaine internationale de la critique“. — Der mürrische Witwer Saajan (Irrfan Khan) aus Mumbai steht nach vielen Jahren Bürotätigkeit kurz vor der Pensionierung. Wie in Indien üblich, lässt er sich das Mittagessen an den Arbeitsplatz liefern – und reagiert erstaunt, als er plötzlichen statt des gewohnt eintönigen Menüs einen echten kulinarischen Hochgenuss vorfindet. Dieser hätte eigentlich den Mann der leidenschaftlichen Köchin Ila (Nimrat Kaur) erreichen sollen, die mit dem raffinierten Gericht etwas mehr Würze in ihr fades Eheleben bringen möchte. Am nächsten Tag erhält Saajan erneut eine Traumspeise, diesmal begleitet von einer Nachricht. Spontan schreibt er der Unbekannten zurück, die ihm wiederum antwortet. Schon bald tauschen die beiden regelmäßig Botschaften aus, in denen sie sich immer mehr offenbaren.
Der mehrfach preisgekrönte Regisseur Fernando Trueba fand für „Das Mädchen und der Künstler“ erlesene Bilder zu dem Drehbuch des berühmten Autoren Jean-Claude Carrière. Entstanden ist ein vielschichtiges, filigranes Drama, das um die Suche nach Schönheit und den Sinn des Lebens kreist. Nominiert für dreizehn „Spanische Filmpreise“ („Goya“) 2013, darunter in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Regie“, „Bester Hauptdarsteller“ (Jean Rochefort), „Beste Hauptdarstellerin“ (Aida Folch) und „Beste Kamera“ (Daniel Vilar). — Das besetzte Frankreich im Sommer 1943. In einem kleinen Dorf unweit der spanischen Grenze wohnen der betagte Bildhauer Marc Cros (Jean Rochefort) und seine Frau Léa (Claudia Cardinale). Der 80-Jährige hat schon lange keine Skulptur mehr geschaffen und erwartet nicht mehr viel vom Leben. Dann aber bringt Léa die Katalanin Mercè (Aida Folch), die Francos Truppen zu entkommen versucht, mit nach Hause. Das Ehepaar gewährt ihr Zuflucht unter der Voraussetzung, dass sie Marc für ein letztes Werk Modell steht. Zwischen der jungen Frau und dem alten Künstler entwickelt sich eine inspirierende Beziehung.
„Renoir“ von Gilles Bourdos schildert die letzten Tages des berühmten Malers Auguste Renoir (Michel Bouguet) und die Emanzipation seines Sohnes Jean (Vincent Rottiers) für einen eigenen künstlerischen Weg. Zusammen mit seinem im Krieg verwundeten Sohn Jean lebt der alternde und über den Tod seiner Frau trauernde Maler Auguste Renoir 1915 in einem Haus an der Côte d’Azur. Die ganze Trostlosigkeit ändert sich, als die junge Andree (Christa Theret) auf der Bildfläche erscheint und dem Maler Modell sitzt. Der Künstler geht mit neuem Elan ans Werk. Auch sein Sohn gewinnt neuen Lebensmut, teilt mit Andree eine große Leidenschaft zum Kino und tritt als später erfolgreicher Regisseur aus dem Schatten seines Vaters.
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.