20. Februar 2014, 10:12 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die Bochumer Straße in Gelsenkirchen-Ückendorf wird in den kommenden Jahren umfassend revitalisiert werden. Dazu wurde ein neuer Masterplan erstellt, der auf den Erfahrungen basiert, die seit 2002 bei der Stadterneuerung in Gelsenkirchen-Südost gemacht wurden. Erste Fördermittel für diese Revitalisierung wurden im Dezember 2013 bewilligt. Vorgesehen ist ein Revitalisierungszeitraum von rd. zehn Jahren ab 2013, also bis 2023.
Der Masterplan formuliert die langfristige Zielvorstellung der Stadt für die Zukunft des Quartiers. Er enthält Ziele, ein Timing für die einzelnen Phasen und eine Priorisierung der Maßnahmen.
Zentral gelegen mit guter Anbindung
Das Quartier zeichnet sich schon heute durch eine hervorragende Lagegunst aus, die ge-kennzeichnet ist durch die fußläufig erreichbare Innenstadt mit Hauptbahnhof im Norden, die Anbindung an die A 40 im Süden und den Emscherlandschaftspark mit seinem enormen Fuß- und Radwegenetz in unmittelbarer Nachbarschaft. Dieses Potenzial gilt es für den integrierten Neustart zu nutzen.
Leitidee: Kultur, Wissenschaft, Bildung
Das Gesicht des Quartiers rund im die revitalisierte Bochumer Straße wird geprägt sein von Kultur, Wissenschaft und Bildung. So sieht es die im Masterplan formulierte Leitidee vor. Konkret bedeutet das etwa, dass die historische Heilig-Kreuz-Kirche als Ort künftiger Kulturereignisse fungieren wird. Eine neue Kita mit ergänzenden Seniorenwohnungen wird direkt an der Bochumer Straße entstehen, ebenso das „Integrationszentrum Gelsenkirchen“, das auch Platz für Ausstellungen bieten wird. Das neue, moderne Justizzentrum neben dem Wissenschaftspark (der künftig auch erweitert werden soll) ist bereits im Bau. Und auch die Glückauf-Grundschule (Stephanstraße) wird modernisiert und erweitert werden.
Mehr Grün, bessere Nahversorgung
Doch nicht nur diese Maßnahmen werden die Qualität des Quartiers künftig steigern. Der „öffentliche Raum“ wird durch Grünflächen und Plätze offener und freundlicher gestaltet werden. Dazu zählen der Carl-Mosterts-Parks, das „grüne Herz“ des Quartiers, ebenso wie künftige Areale am Wissenschaftspark und dem Justizzentrum. Hier wird unter anderem ein neuer „Justizplatz“ schon die in Gelsenkirchen mit dem Auto ankommenden Menschen als „Portal“ begrüßen.
Zu den Verbesserungen der Lebensqualität im Quartier soll auch die Verbesserung der Nah-versorgung beitragen. Hier gilt es, Lebensmittelläden und Dienstleister für das tägliche Leben anzusiedeln und die bereits vorhandene Kreativwirtschaft und Gastronomie zu stärken.
Sanierung und Standortentwicklung
Die generelle Standortentwicklung steht ebenfalls auf dem Masterplan. Das betrifft etwa die Hausfassaden an der Bochumer Straße. Viele davon stammen aus der Gründerzeit, und könnten historische Schmuckstücke sein, wenn sie nicht vernachlässigt und verwittert wären. Sie sollen nun saniert werden und das Straßenbild aufwerten. In Einzelfällen können diese auch abgebrochen und durch neue Nutzungen ersetzt werden. Ebenso soll der eigentliche Straßenraum sicherer und attraktiver gemacht werden.
Viel Arbeit im Vorfeld erledigt
Kurz gesagt: Es gibt viel zu tun rund um die Bochumer Straße. Um diese komplexen Aufgaben überhaupt bewältigen zu können, war es notwendig, passgenaue Instrumente der Stadt-erneuerung zu entwickeln. Sie sind maßgeschneidert für die Revitalisierung genau dieses Quartiers und entsprechen den Anforderungen der ineinander „verzahnten“ Aufgaben in diesem Gebiet. Diese Vorarbeit wurde in den letzten Monaten erledigt. So wurden die Voraussetzungen geschaffen, um überhaupt aktiv werden zu können. Ein Herzstück dabei ist sicherlich die neue „Stadterneuerungsgesellschaft“ (SEG), die von der Stadt Gelsenkirchen gemeinsam mit der Stadtsparkasse Gelsenkirchen und der städtischen Wohnungsbaugesellschaft ggw gegründet wurde. Die SEG wird als Gesellschaft da aktiv, wo private Eigentümer mit dem Prozess der Stadterneuerung überfordert sind.
Zu den abgeschlossenen Vorarbeiten zählt auch die Umnutzungskonzeption für die denk-malgeschützte Heilig-Kreuz-Kirche. Sie wurde gemeinsam von Stadt und Kirche entwickelt.
Zudem wurde das Gesamtprojekt der Revitalisierung strategisch beim Land für die mittelfristige Fördermittelbeantragung in der Städtebau- und Wohnungsbauförderung platziert.
Aktueller Fördermittelbescheid
Bereits bewilligt wurden rd. 1,3 Millionen Euro aus der Städtebauförderung. Sie werden in fünf Projekte investiert: Die Projektentwicklung für die Umnutzung der Heilig-Kreuz-Kirche, die Aufwertung des Carl-Mosterts-Parks, die Planung der Umgestaltung der Bochumer Straße sowie die Standortentwicklung und Herrichtung von Grundstücken. Für die weiteren Schritte, wie beispielsweise die Umbaumaßnahmen an der Kirche oder an der Bochumer Straße, werden in weiteren Schritten Förderanträge gestellt.
Zentrale Anlaufstelle
Das Stadtteilbüro Südost wird auch künftig für alle Bewohner, Hauseigentümer und Akteure in Ückendorf die zentrale Anlaufstelle sein, wenn es um Information und Beratung geht. So wird der Erneuerungsprozess im
Ansprechpartner für weitere Informationen:
Stefan Rommelfanger,
Leiter Koordinierungsstelle Stadterneuerung
Tel. 0209 – 169 - 4358